Vereinigte Volksbank schließt Zweigstellen in Rimbeck und Bad Driburger Südstadt Filialen auf der Streichliste

Bad Driburg/Rimbeck (WB). Die Vereinigte Volksbank schließt weitere Filialen. Betroffen sind jetzt Rimbeck und Bad Driburg.

Von Ulrich Schlottmann und Frank Spiegel
Die Rimbecker Filiale der Vereinigten Volksbank wird zum 31. März geschlossen.
Die Rimbecker Filiale der Vereinigten Volksbank wird zum 31. März geschlossen. Foto: Marius Thöne

Nach der zum Ende vergangenen Jahres aufgegebenen Filiale in Bonenburg schließt die Vereinigte Volksbank nun auch ihre Zweigstelle in Rimbeck. Letzter Geschäftstag ist der 31. März.

An diesem Tag ist auch für die Mitarbeiter der Filale in der Bad Driburger Südstadt der letzte Arbeitstag dort. Diese schließt dann als Geschäftsstelle mit Personal, es bleiben die Automaten.

Vorstandsmitglied Birger Kriwet begründete die Schließungen im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT mit dem veränderten Kundenverhalten.

»Wir haben bei unserer Fusion immer gesagt, dass wir so weit es geht in der Fläche bleiben wollen«, erläuterte der Banker. Auch sei in den Fusionsvertrag aufgenommen worden, dass drei Jahre am Filialnetz nichts verändert werde.

Geänderte Rahmenbedingungen

Es hätten sich allerdings Rahmenbedingungen des Bankgeschäfts in dieser Zeit massiv verändert. Dazu zählt er die Billigzinspolitik ebenso wie ein verändertes Kundenverhalten.

Diese nutzten vermehrt Internet und Telefon, um Bankgeschäfte zu erledigen.

Bad Driburg sei zudem noch der einzige Ort, in dem es zwei Geschäftsstellen gebe.

Die Nähe zur neuen Filiale in Scherfede führt er in Rimbeck als Grund für die Schließung ins Feld.

»Wir können und wollen nicht auf einer Strecke von 800 Metern zwei Zweigstellen unterhalten«, sagte Kriwet.

Der Vorstandssprecher gab zu, dass die Ankündigung der Filialschließung in Rimbeck auf Kritik gestoßen ist.

Kritik in Rimbeck

Im Kreise der gewählten Bankvertreter sowie des Ortsvorstehers und des Ortsheimatpflegers sei »sehr intensiv«, wie es Kriwet ausdrückte, diskutiert worden.

Der Bankvorstand habe dabei deutlich gemacht, dass er zu der Entscheidung keine Alternative sieht.

»Uns ist klar, dass dies eine unpopuläre Maßnahmen ist, aber angesichts der veränderten Rahmenbedingungen müssen wir alles tun, um unsere Bank stabil zu halten und zukunftsfähig aufzustellen«, so der Bankvorstand.

Um einen fließenden Übergang zu erreichen, sei aber zugesagt worden, den Geldautomaten und den Kontoauszugsdrucker in Rimbeck »bis längstens Ende des Jahres« zu erhalten.

Die Diskussion mit den 35 Mitglieder-Vertretern der Vereinigten Volksbank in Bad Driburg sei hingegen »völlig entspannt« gewesen.

»Die Bad Driburger wissen, dass sie uns in der Fußgängerzone mit den entsprechenden Kapazitäten finden. Das steht auch überhaupt nicht zur Debatte«, berichtete der Vorstand.

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