Jugendkunstschule Vlotho stellt sich beim Tag der offenen Tür vor Eine kreative Familie

Vlotho (WB). Die Jugendkunstschule Vlotho ist wie eine große, kreative Familie. Kinder und Jugendliche lernen in der Kulturfabrik Tanzen, Theater spielen, Musizieren, Basteln und Fotografieren. Beim Jugendkunstschultag konnten Besucher das Miteinander kennenlernen und ausprobieren, wie sie ihren Ideen mit Kreativität Gestalt verleihen können.

Von Frank Lemke
Lehrer und Schüler treten gemeinsam beim Jugendkunstschultag in der Kulturfabrik auf (von links): Musiklehrerin Nicoleta Klocke mit Astrid Hartrumpf und Nele Schemel.
Lehrer und Schüler treten gemeinsam beim Jugendkunstschultag in der Kulturfabrik auf (von links): Musiklehrerin Nicoleta Klocke mit Astrid Hartrumpf und Nele Schemel. Foto: Frank Lemke

»Die Jugendkunstschule ist für viele Vlothoer ein zweites Zuhause«, sagte Beate Marten aus Vlotho. Ihre vierköpfige Familie ist regelmäßig in der Kulturfabrik, um mit Freunden zu basteln, Musik zu machen oder einfach einen schönen Nachmittag zu erleben. Beim Jugendkunstschultag war die Familie ebenfalls dabei. Sohn Daniel lernt seit zehn Jahren, das Schlagzeug zu spielen. Viele Hobbys hat der 18-Jährige ausprobiert.

Zwei Konzerte

Die Musik ist als einziges geblieben. »Ist schon was anderes, wenn man selbst spielen kann«, sagte er. Daniel Marten hört Hardrock und Metal. Am Schlagzeug wird er zu einem Teil dieser Musik. »Hardrock gibt dir Energie und macht einfach Spaß«, sagte er. Seine Leidenschaft für die Rhythmen und Melodien hat er beim Jugendkunstschultag mit anderen geteilt. Etwa 40 Schüler traten für die Besucher in zwei Konzerten auf. Sie spielten Klavier, Geige, Saxofon, Klarinette, Schlagzeug, Flöte und Gitarre.

»Ich glaube, Musik ist ein Urbedürfnis des Menschen«, sagte die Leiterin der Jugendkunstschule, Hannelore Brünken-Busche. Das sei bei einem Konzert wie am Jugendkunstschultag schön zu sehen. »Sobald die Musik spielt, sehen sie lauter fröhliche Gesichter. Musik macht einfach gute Stimmung«, sagte sie.

18 Mitarbeiter und 280 Schüler

Selbst kleine Kinder würden melodisch-rhythmische Geräusche machen, noch bevor sie sprechen. Das Lernen eines Instruments könne Jugendlichen viel Selbstbestätigung geben, in guten wie in schlechten Zeiten.

18 Mitarbeiter sind für die insgesamt 280 Schüler der Jugendkunstschule da. Sie unterrichten Musik, geben kreative Bastelstunden und leiten eine Theatergruppe. »Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, macht am meisten Spaß«, sagte Annegret Jesse. Bevor sie begann, in der Jugendkunstschule zu arbeiten, hatte sie in Berlin Kurse für Erwachsene gegeben. Vlotho sei zwar eine kleine Stadt, doch mit einem großen Angebot an Kunst und Kultur.

Günstige Gebühren

Hannelore Brünken-Busche arbeitet ebenfalls gerne mit Kindern: »Erwachsene denken oft in geraden Mustern. Kinder sind offen für Neues und entdecken die vielen Möglichkeiten, ihren Ideen Gestalt zu verleihen«, sagte die studierte Grafikdesignerin. Da die Jugendkunstschule von der Stadt und dem Landesverband der Jugendkunstschulen in NRW gefördert wird, bietet der Verein seine Kurse im bundesweiten Vergleich zu günstigen Gebühren an.

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