OWL-Musikschulleitungen treffen sich zur Regionaltagung im Jugendhof Vlotho Chancen und Risiken der Digitalisierung

Vlotho (WB). »Wir sind zwar keine Digital Natives, aber sehr orientiert an der aktuellen Entwicklung«, sagt Regionalsprecherin Beate von Rüdiger. Zwei Tage lang haben sich die Musikschulleitungen aus Ostwestfalen-Lippe zu ihrer jährlich stattfindenden Regionalversammlung mit anschließender Klausurtagung getroffen.

Von Hannah Gebhard
Digitalisierung ist ein großes Thema bei der Tagung der Musikschulleitungen aus Ostwestfalen-Lippe im Jugendhof Vlotho. Regionalsprecherin Beate von Rüdiger (rechts) und die Vertreter orientieren sich stets an der aktuellen Entwicklung.
Digitalisierung ist ein großes Thema bei der Tagung der Musikschulleitungen aus Ostwestfalen-Lippe im Jugendhof Vlotho. Regionalsprecherin Beate von Rüdiger (rechts) und die Vertreter orientieren sich stets an der aktuellen Entwicklung. Foto: Hannah Gebhard

Dabei haben sie sich ausführlich mit den Themen Sponsoringkonzepte, Exzellenzförderung, Digitalisierung und Verwaltung auseinandergesetzt.

Klausurtagung

Regionalsprecherin Beate von Rüdiger (Musikschule Bad Oeynhausen) hat gemeinsam mit ihren Stellvertretern Johannes Stryzewski und Stephan Otters und den Vertretern ostwestfälischer Musikschulen an der Regionalversammlung mit anschließender Klausurtagung im LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho teilgenommen. Als Regionalsprecherin ist sie damit Vorstand des Landesverbandes der Musikschulen NRW. Freitag und Samstag diskutierten und beleuchteten die Vertreter aktuelle Themen der Musikschulen. Anwesend waren die Musikschulen Minden, Hille, Porta Westfalica, Detmold, Bad Oeynhausen, Bünde, Bielefeld, Lemgo, Lage, Herford, Löhne, Gütersloh, Bad Salzuflen, Petershagen und Paderborn.

Eines der Hauptthemen war die fortschreitende Digitalisierung. Zu Beginn des Jahres gab es bereits eine gemeinsame Veranstaltung zur Vernetzung der Leiter und Mitarbeiter. Zum Thema »Bildungswelt im Wandel« informierten sie sich über die Digitalisierung vom Globalen bis hin zum Speziellen.

Puls der Zeit

Dass eine solche Entwicklung der Musikschulen sehr wichtig ist, machte auch die ostwestfälische Regionalsprecherin Beate von Rüdiger deutlich. »Wir versuchen uns immer daran zu orientieren, wohin die Entwicklung geht. Positive sowie kontraproduktive Möglichkeiten der Digitalisierung haben wir beleuchtet. Den Puls der Zeit nehmen wir als Grundlage für unsere Entscheidungen.« Dabei diskutierten sie unter anderem über Unterricht per Skype, Weiterleitung von Informationen und Konversationen über die neuen Medien. Methoden können verändert werden, die Inhalte jedoch nicht. Das Lernen am Instrument werde immer bleiben. Die digitalen Möglichkeiten können dabei nur neue Chancen eröffnen und als Ergänzung gesehen werden.

Ein weiteres Schwerpunktthema war das Spannungsfeld zwischen dem Vorantreiben der Organisation der Musikschulen sowie der inhaltlichen Weiterführung. Dazu zählen Angebote für niederschwelliges Musizieren.

Landesverband der Musikschulen

Die Musikschule wird von den Vertretern als Bildungseinrichtung gesehen, die Konzepte verwirklichen möchte, die an anderen Stellen vernachlässigt werden. Sie seien ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Bildungslandschaft und keine verstaubte Institution, betonen die Musikschulleitungen.

Weitere Themen der Tagung auf dem Jugendhof waren unter anderem musikschulinterne Themen, Crowd-Funding und Datenschutzgesetze.

Der Landesverband der Musikschulen NRW ist Trägerverband der öffentlichen Musikschulen in NRW. Sie vertreten 160 Musikschulen landesweit, wovon 22 Musikschulen in Ostwestfalen-Lippe sind. Mehr als 35.000 Schüler werden von 800 Lehrern unterrichtet und so vertreten. Um die Vernetzung und den Austausch zu stärken treffen sich die Vertreter aus OWL dreimal im Jahr zur Regionalkonferenz. Bereits zum vierten Mal fand außerdem eine zweitägige Klausurtagung statt.

»Wir sind stets um einen engen Austausch bemüht. Bei der Klausurtagung nehmen wir uns Zeit für Themen, die uns betreffen und die gesellschaftskritisch sind. Dabei gehen wir vertrauensvoll und gleichzeitig in aller Härte miteinander um, um unsere Arbeit zu optimieren und Anregungen zu bekommen«, sagt Vlothoer Thomas Steingrube, der die Musikschule Herford leitet.

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