Neuapostolische Kirchengemeinde Vlotho begrüßt Klaus Hellenbrecht Gemeinde hat neuen Leiter

Vlotho (WB). Mit einem Festgottesdienst hat die Neuapostolische Kirchengemeinde Vlotho ihren langjährigen Gemeindevorsteher, Evangelist Hans-Werner Meyer, in den Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolger wurde Priester Klaus Hellenbrecht begrüßt.

Bischof Peter Johanning (Mitte) stellt Klaus Hellenbrecht (links) als neuen Gemeindeleiter vor. Gleichzeitig verabschiedet er Hans-Werner Meyer.
Bischof Peter Johanning (Mitte) stellt Klaus Hellenbrecht (links) als neuen Gemeindeleiter vor. Gleichzeitig verabschiedet er Hans-Werner Meyer.

Hans-Werner Meyer war mehr als 48 Jahre ehrenamtlich für die Kirche tätig, davon 26 Jahre als Gemeindeleiter in Vlotho. Nach Vollendung seines 65. Lebensjahres wurde nun die Leitungsaufgabe an seinen Nachfolger, Priester Klaus Hellenbrecht, übergeben. Hellenbrecht ist gebürtiger Detmolder und langjähriger Bad Oeynhausener. Er ist gelernter Tischler mit Weiterbildung zum Tischlermeister und Holztechniker und ist als Produktionsleiter in einem Industriebetrieb zur Herstellung von Möbelteilen in Vollzeit beschäftigt.

Hans-Werner Meyer bleibt aktiv

Der jetzt 55-Jährige wird von seinem Wohnsitz auf dem Wittel aus nun ganz für die Neuapostolische Kirchengemeinde Vlotho tätig sein. Neben seinen Aufgaben im Predigt- und Seelsorgedienst wird er, wie sein Amtsvorgänger, damit auch die Gesamtverantwortung für alle Struktur- und Organisationsaufgaben der Gemeinde übernehmen. Klaus Hellenbrecht und seine Frau Anja wurden von den Gemeindemitgliedern willkommen geheißen.

Hans-Werner Meyer hat sich auch für den Ruhestand noch einiges vorgenommen. So wird er auch weiterhin für die eine oder andere Aufgabe, zum Beispiel Mitwirkung im Gemischten Chor, zur Verfügung stehen. Als »persönliche Herzensangelegenheit« bezeichnet er die Kontaktpflege zu den anderen Kirchengemeinden im Kirchenkreis beziehungsweise im pastoralen Raum Vlotho. Für ihn ist die gegenseitige Unterstützung in der Ökumene vor Ort und die Mitarbeit an gemeinsamen Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) wichtig.

Bischof aus Halle leitet Gottesdienst

Der Festgottesdienst wurde von dem im Nord-Bereich der Neuapostolischen Kirche NRW tätigen Bischof Peter Johanning aus Halle/Westfalen geleitet. Kernpunkt der Gottesdienstfeier bildete ein Bibelwort aus Hebräer 2,18, welches in der Auslegung zur Passionszeit insbesondere auf »Jesus, der selbst im Leid unser starker Helfer ist«, hindeutete.

Der Bischof hatte die Aufgabe der Inruhesetzung und Neubeauftragung der Gemeindeleitung erst sehr kurzfristig übernommen, nachdem der zuständige Apostel Walter Schorr aus Münster wegen einer Erkrankung absagen musste. Weitere ursprünglich noch vorgesehene Segenshandlungen mussten deshalb ausfallen und werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Gemeinde im Jahr 1927 gegründet

Die Neuapostolische Kirchengemeinde Vlotho wurde im Jahr 1927 zunächst als sogenannte Stubengemeinde gegründet und entwickelte sich in den Siebziger Jahren auf bis zu 280 Mitglieder. Bis heute hatten fünf Gemeindevorsteher die Leitungsaufgabe inne: Bruno Wolf (1929 bis 1933), Wilhelm Wiele (1933 bis 1946), Fritz Hempelmann (1946 bis 1968), Friedrich Bretthauer (1968 bis 1991) und Hans-Werner Meyer (1991 bis 2018).

Kirche an der Winterbergstraße

Die Gemeinde ist seit 1960 in ihrem Kirchengebäude, Winterbergstraße 29, zuhause. 1980 wurde kräftig um- und angebaut. So erhielt das Kirchengebäude einen Mutter-Kind-Raum, einen ansprechenden Mehrzweckraum für Unterricht und andere Gemeindeaktivitäten sowie einen separaten Eingang für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte. Schon 1998 fand eine weitere umfassende Renovierung einschließlich Veränderung des Altarbereiches statt.

Heute gehören etwa 190 Gläubige als Mitglieder zur NAK-Gemeinde Vlotho. Aktuell werden nun neben dem neuen Vorsteher, Priester Klaus Hellenbrecht, vier weitere Priester und sieben Diakone als ehrenamtliche Seelsorger tätig sein. Gottesdienste werden regelmäßig sonntags um 9.30 Uhr und mittwochs um 19.30 Uhr angeboten. Die Gemeinde heißt dazu jedermann willkommen.

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