Walter und Wilhelm Gröne sprechen über Exter in den 50er und 60er Jahren »Es war eine andere Welt«

Vlotho (WB). »Die Welt ist anders geworden. Exter hat sich gewandelt«: Über ihre Kindheit in Exter in den 50ern und 60ern haben Walter und Wilhelm Gröne berichtet.

Von Hannah Gebhard
Walter und Wilhelm Gröne haben von ihren Kindheitserinnerungen in den 50ern und 60ern in Exter berichtet.
Walter und Wilhelm Gröne haben von ihren Kindheitserinnerungen in den 50ern und 60ern in Exter berichtet. Foto: Hannah Gebhard

Unter dem Motto »Exter zwischen 1948 und 1969 – Walter und Wilhelm Gröne erinnern sich« hatten die Geschichtswerkstatt und Kirchengemeinde eingeladen. Im Gemeindehaus Exter haben Walter und Wilhelm Gröne eindrucksvoll mit vielen Fotos von den alten Zeiten berichtet.

Mehr als 100 Interessierte, Bekannte und Freunde hörten gespannt zu. »Wir freuen uns, euch nach langer Zeit hier wieder begrüßen zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön, dass ihr eure Informationen weitergebt«, sagte August-Wilhelm König von der Geschichtswerkstatt.

Von der Dorfkirche zur Autobahnkirche

Walter und Wilhelm Gröne sind in Exter aufgewachsen. Ihr Vater war der ehemalige Exteraner Pfarrer Wilhelm Gröne. 1948 war seine Pfarreinführung. Sie selbst waren sehr aktiv im Gemeindeleben, spielten im Posaunenchor, sangen im Chor und halfen bei der Jugendarbeit. So konnten sie viel über Bewohner und die Dorfkirche erzählen. Auch die Entwicklung zur Autobahnkirche im Jahr 1959 bekamen Wilhelm und Walter Gröne mit.

1951 und 1953 kamen die beiden in die Schule. Noch heute haben sie viel Verbindung zum Ort. »Freunde aus der Jugend und Familie wohnen hier. In Exter haben wir eine wunderschöne Kindheit und Jugend verbracht. Das trägt einen durch das Leben. Exter ist immer unsere Heimat geblieben«, sagte Wilhelm Gröne. Für ihr eigenes Theologiestudium sind die Brüder weggezogen. Heute sind sie im Ruhestand.

Erinnerungen an die alte Straßenbahn

Die beiden Referenten zeigten viele Bilder von der Autobahn und der Autobahnbrücke in alter Form. Darauf zu sehen war, dass die Autobahnauffahrt so noch nicht vorhanden war. Früher sei es auch möglich gewesen, einmal quer über die Autobahn zu laufen, berichteten Wilhelm und Walter Gröne weiter. Auch von der alten Straßenbahn, die durch Exter führte, sprachen sie.

Historisch sind Wilhelm und Walter Gröne schon immer interessiert gewesen. Sie haben die Kirchengeschichte von Exter aufgeschrieben. Zum Kirchenjubiläum 1966 veröffentlichten sie ein Buch über die Kirchen- und Ortsgeschichte. Als die Dörfer 1969 ihre Selbstständigkeit verloren und zur Stadt Vlotho kamen, hat Wilhelm Gröne die Straßennamen in Exter mitvergeben.

Die gezeigten Familienfotos haben sie an die Geschichtswerkstatt weitergeben. In einer Folgeveranstaltung wollen sie weitere Fotos präsentieren und über die Posaunen und das Gemeindeleben berichten.

»Je mehr man über früher nachdenkt, je größer ist das Bild, welches im Kopf entsteht. Das kann man nicht alles auf einmal erzählen«, so Walter Gröne.

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