Nach Wahldebakel an St. Stephan: Presbyterium zieht sich aus dem Verfahren zurück Landeskirche soll Pfarrer finden

Vlotho(WB). Das Presbyterium von St. Stephan Vlotho zieht sich aus dem weiteren Verfahren zur Besetzung der Pfarrstelle zurück. Das Landeskirchenamt soll nun den neuen Stelleninhaber vorschlagen. Dieser Vorschlag wird dem Presbyterium anschließend zur Zustimmung vorgelegt. Das ist jetzt in einem Gespräch zwischen den gewählten Vertretern der größten Vlothoer Kirchengemeinde und dem Superintendenten vereinbart worden.

Von Jürgen Gebhard
Die Vlothoer Stadtkirche St. Stephan hat derzeit keinen Pfarrer und keinen Kantor.
Die Vlothoer Stadtkirche St. Stephan hat derzeit keinen Pfarrer und keinen Kantor. Foto: Jürgen Gebhard

Damit wird der Weg frei gemacht, die Vakanz ohne ein ansonsten mögliches erneutes Ausschreibungsverfahren zu beenden. Diese Regelung ist mit dem Landeskirchenamt abgesprochen worden. Bei der Pfarrstellen-Besetzung für St. Stephan Vlotho arbeitet die Kirchenleitung von Westfalen seit geraumer Zeit bereits eng mit dem Kreiskirchenamt in Bad Oeynhausen zusammen.

Vertretungsdienst bis zum Sommer geregelt

Die Vertretung für Gottesdienste und andere Amtshandlungen ist zunächst bis zu den Sommerferien Anfang Juli geregelt. Pfarrer aus verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises Vlotho haben bereits einen Dienstplan aufgestellt.

Superintendent Andreas Huneke zur VLOTHOER ZEITUNG: »Das Presbyterium blickt mit großer Sorge auf das Wahlergebnis zurück.« Um ein weiteres Wahlverfahren zu vermeiden, habe man nun einstimmig diese Vereinbarung getroffen. Dem Landeskirchenamt stünden nur sehr begrenzt für diese Stelle geeignete Pfarrer zur Verfügung. Wann ein Besetzungsvorschlag kommen werde, sei daher noch nicht absehbar. Andreas Huneke: »Wir hoffen, dass das bis zu den Sommerferien geschieht.«

Die jetzige Regelung gilt als der einzig gangbare Weg, doch noch relativ zeitnah zur notwendigen Personalentscheidung zu gelangen. Die bisher drei stattgefundenen Wahlgänge hatten, wie berichtet, zu keiner Stellenbesetzung geführt: Im ersten Wahlgang im Februar war zunächst ein neuer Gemeindepfarrer gewählt worden, wegen Formfehler musste die Wahl später für ungültig erklärt werden. Beim zweiten und dritten Wahlgang konnte dann überraschend keine Mehrheit für einen der beiden Bewerber erzielt werden.

Die Kantorenstelle wird wieder ausgeschrieben

Auch bei der Besetzung der ebenfalls vakanten Kantorenstelle an St. Stephan gibt es Bewegung: Die Stelle wird jetzt erneut ausgeschrieben und in einer kirchenmusikalischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli. Danach startet das Auswahlverfahren.Nach dem Weggang der bisherigen Stelleninhaberin und einer ersten Stellenausschreibung war ein Kirchenmusiker eingeladen worden, sich den Chören vorzustellen. Die Bewerbung wurde zurückgezogen.

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