Grund ist das angekündigte Sturmtief - Böen um 80 Kilometer pro Stunde erwartet Freibadfete wird auf Sonntag verlegt

Vlotho (WB/bu/dpa). Die für Samstagabend geplante Freibadfete im Valdorfer Waldfreibad ist auf Sonntagabend verlegt worden. Grund sei das für die Region angekündigte Sturmtief mit Gewitter, Starkregen und Orkanböen, wie der Festorganisator und Chef der Vlothoer  DLRG-Gruppe, Jens Bögeholz, mitteilte.

»Die Sicherheit der Besucher geht einfach vor«, sagte er.  Nach einer noch am Abend einberufenen Krisensitzung habe man sich für eine Verlegung auf Sonntag entschieden.

Einlass soll dann ab 16 Uhr sein. Die Vorverkaufskarten behalten ihre Gültigkeit. Ab 17 Uhr beginnen die Bandkonzerte. Alle drei angekündigten Bands werden auch am Sonntag auftreten, informierte Bögeholz.

Am Samstag sollen zusätzlich Infoplakate am Freibad und Ansprechpartner vor Ort über den neuen Termin informieren.

Bereits Freitagmittag hatte der Heimatverein sein für Samstagmittag geplantes Sommerfest abgesagt und auf den 22. August vertagt.

Angst vor »Zeljko«

Grund für das befürchtete obwohl für den Hochsommer untypische Unwetter ist das Tief »Zeljko«. Dieses Tief, das am Freitag als gewöhnliches Tiefdruckgebiet vor der Bretagne lag, werde sich zum Sturmtief entwickeln, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Am Samstag werde »Zeljkos« Sturmfeld von Westen auf Deutschland treffen. Vermutlich werde sich der Sturm während des Tages von West nach Ost über den Norden und die Mitte ausbreiten und in der Nacht zum Sonntag den Nordosten erreichen.

Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde erwartet

Die Meteorologen erwarten Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde, vereinzelt auch schwere Sturmböen von über 90 Kilometern pro Stunde. Überraschungen seien nicht ausgeschlossen: Es sei möglich, dass sich sogenannte Stacheljets bilden. Dabei wird in einem eng begrenzten Gebiet Luft aus großer Höhe in der Form eines Stachels nach unten gesaugt. In diesem Fall können Böen um 105 Kilometer pro Stunde auftreten.

Obwohl »Zeljko« deutlich schwächer ausfällt als große Herbst- und Winterstürme, ist er gefährlich. Die Bäume stehen in vollem Laub und bieten dem Wind eine viel größere Angriffsfläche.

»Spaziergänge und Zeltlager in Wäldern sollten in den betreffenden Gebieten am Samstag unbedingt vermieden werden«, riet Herold. Selbst Autofahrten durch Laubwälder und Alleen könnten gefährlich werden.

Sonntag soll es deutlich kühler werden

Mit »Zeljko« endet die Hitzeperiode. Ab Sonntag wird es deutlich kühler. Im Süden wird es aber noch einmal sommerlich bei 25 Grad. »Im Norden mutet das Wetter bei Temperaturen um 20 Grad, böigem Wind und häufigen Schauern schon etwas herbstlich an«, sagte Herold.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.