Krötenwanderung hat begonnen: Stadt Spenge sperrt Straßen und setzt Zäune »Bufo bufo« ist wieder unterwegs

Spenge (WB). Es wird Frühling und die Kröten wandern zu ihren Laichplätzen. Um die Kröten, Frösche und Molche auf ihrem Weg zu den Laichgewässern zu schützen, lenkt die Stadt Spenge an drei Straßen den Verkehr um.

Die Kröten sind wieder unterwegs, um zu den Laichgewässern zu gelangen. Das größere Weibchen trägt das kleinere Männchen oft schon während der Wanderung huckepack. Helfer und Zäune sorgen auch in Spenge dafür, dass sie nicht überfahren werden.
Die Kröten sind wieder unterwegs, um zu den Laichgewässern zu gelangen. Das größere Weibchen trägt das kleinere Männchen oft schon während der Wanderung huckepack. Helfer und Zäune sorgen auch in Spenge dafür, dass sie nicht überfahren werden. Foto: dpa

Für den Durchgangsverkehr werden in der Zeit von 19 bis 8 Uhr für Fahrzeuge aller Art die nachfolgenden Straßenabschnitte in Bardüttingdorf bis voraussichtlich Ende April gesperrt: Wallstraße (zwischen Baringdorfer Straße und Düttingdorfer Straße), Bürgerweg (zwischen Mantershagener Straße und Baringdorfer Straße). Für den Anliegerverkehr bleiben diese Straßen frei. An der Baringdorfer Straße (Vollmerteiche) sowie im Bereich Sunderfeld/Bockhorststraße weisen Hinweisschilder auf Krötenwanderungen hin. Krötenzäune werden aufgestellt in Wallenbrück an der Raiffeisenstraße (ausgehend von der Mühlenburger Straße) sowie am Niedermühlenweg (zwischen Jägerweg und Wullbrede).

Erdkröte ist gefährdet

»Die heimischen Amphibien gehören zu den besonders geschützten Arten und erfüllen eine wichtige Aufgabe im Haushalt der Natur«, sagt Spenges Umweltmanagerin Doris Bartelheimer. Die Erdkröte, deren wissenschaftlicher Name »Bufo bufo« lautet, ist dabei die häufigste Amphibienart in unserer Region. Sie zeigt besondere Treue zu ihrem Heimatgewässer. Gleichwohl nicht gefährdet, ist der Bestand rückläufig.

Die Wanderungen finden in den Abend- bis in die frühen Morgenstunden statt, überqueren befahrene Straßen und Wege und erreichen insbesondere an wärmeren Tagen ihren Höhepunkt. Die Krötenzäune schneiden den Amphibien den Weg zur anderen Straßenseite ab und wandern am Zaun entlang weiter, wo sie in eingegrabenen Eimern aufgefangen werden.

Noch Betreuer gesucht

Betreut werden die Krötenschutzzäune während der Woche von freiwilligen Helfern und Mitarbeitern des Bauhofes der Stadt Spenge und an den Wochenenden von Mitgliedern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ortsgruppe Spenge. Die Betreuer bringen die gesammelten Tiere am Morgen sicher auf die andere Straßenseite, so dass sie ihre Wanderung fortsetzen können.

Für den Amphibienzaun am Niedermühlenweg werden noch freiwillige, ehrenamtliche Betreuer während der Woche gesucht. Sie können sich mit Doris Bartelheimer, Stabsstelle Umweltmanagement, Stadt Spenge unter Telefon 05225/8768500 in Verbindung setzen.

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