Zweckverband der Musikschule Enger-Spenge beschließt Haushalt – Realschule adäquates Ersatzdomizil Tarifgehalt für Honorarkräfte

Enger/Spenge (WB). Sie ist eine Bereicherung für das Bildungsangebot und das kulturelle Leben in Enger und Spenge, da sind sich die Mitglieder der Zweckverbandsversammlung der Musikschule Enger-Spenge sicher. 1086 Schüler nutzen derzeit das breit gefächerte Angebot.

Die FöMSES-Vorstandsmitglieder Matthias Schüler und Anja Schmidtke präsentieren die Musikschultaschen.
Die FöMSES-Vorstandsmitglieder Matthias Schüler und Anja Schmidtke präsentieren die Musikschultaschen. Foto: Daniela Dembert

Finanziell sah es mit Jahresabschluss 2016 gut aus, wusste Wirtschaftsprüfer Wolfgang Illies bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes im Engeraner Rathaus zu berichten. Im Vergleich zu 2015 ist ein Plus von mehr als 12.000 Euro erwirtschaftet worden. 2017 ist die Schülerzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig gewesen. Der Haushaltsplan 2018 wurde einmütig verabschiedet. Demnach beträgt die Verbandsumlage knapp 350.000 Euro, zahlt die Stadt Enger 207.245,30 Euro, Spenge 140.709,70 Euro zum Finanzausgleich.

Umzug in Realschule

Musikschulleiter Karl-Heinz Hagencord referierte über die Aktivitäten der Musikschule im vergangenen Jahr. Das 30-jährige Jubiläum als selbstständige Musikschule habe man gebührend gefeiert. »Dazu haben wir auch Ensembles anderer Schulen eingeladen, um auch einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen«, so Hagencord. Einige neue Angebote konnten eingerichtet werden.

Aktuelles Thema ist der Umzug des Spenger Musikschul-Standorts. »Die offene Ganztagsbetreuung der Grundschule braucht mehr Platz, mit der Realschule konnte aber ein adäquates Ersatzdomizil gefunden werden«, betonte der Musikschulleiter.

Förderkreis gibt Rückenwind

Knifflige Herausforderung: ein ausgewogenes Verhältnis von Honorarstellen zu tariflich Beschäftigten. Rückenwind dafür, nach Tarif für den öffentlichen Dienst zu bezahlen, erhält die Musikschule vom Förderkreis (FöMSES). Die Vorstandsmitglieder Matthias Schüler und Anja Schmidtke stellten die Arbeit des 144 Mitglieder zählenden Förderkreises vor.

»Gerade im Bereich der Kooperation mit den allgemeinbildenden Schulen sind die Bedingungen für Unterricht nicht immer optimal. Hier müssen wir schauen, dass die Stellen trotzdem attraktiv sind«, so Schüler. Daher unterstütze FöMSES die Honorarzahlungen, um Einbußen in der Angebotspalette zu verhindern. Wichtiges Standbein der Musikschule sei die Breitenförderung, also auch die Arbeit an Schulen und Kindergärten. Außerdem trage der Verein Kosten für Workshops der Ensembles. Das Musizieren in Gruppen sei Alleinstellungsmerkmal der Musikschule gegenüber Privatunterricht und unterstützenswert. Auch am Förderprogramm für Flüchtlinge wolle man festhalten und einen Zuschuss zur Aufwertung der Aula der Musikschule am Lehmkuhlenweg leisten. »Der Saal ist zweckmäßig, jedoch wenig attraktiv«, so Schüler.

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