Anke Rolletschke neu im Team des Werburg-Vereins – Vortrag zum Amor-Becher Scheunen-Umbau steht jetzt an

Spenge (ph). Ein neues Gesicht verstärkt den Werburg-Verein Spenge. Anke Rolletschke gehört fortan als Beisitzerin dem Vorstand an. Gewählt wurde sie anlässlich der jüngsten Jahreshauptversammlung im Bürgerzentrum, zu der 25 Mitglieder erschienen waren. Außerdem gehören dem neuen Vorstand an: André Schröder als stellvertretender Vorsitzender, Hans-Peter Tietze als Kassierer sowie Annegret Beckmann und Beate Burghardt als Beisitzer.

André Schröder (von links), Anne Beckmann, Dr. Werner Best, Beate Burghardt, Hans-Peter Tietze. Anke Rolletschke und Werner Brand führen den Werburg-Verein.
André Schröder (von links), Anne Beckmann, Dr. Werner Best, Beate Burghardt, Hans-Peter Tietze. Anke Rolletschke und Werner Brand führen den Werburg-Verein. Foto: Peter Haeublein

Das Amt des Vorsitzenden Dr. Werner Best steht erst im nächsten Jahr zur Neubesetzung an. Er dankte in seinem Jahresbericht allen Mitgliedern für die mannigfaltigen Arbeitseinsätze. Ohne ihren Einsatz wäre zum Beispiel das Museums-Café nicht zu betreiben. Der Vorsitzende erinnerte auch an die Eröffnung des Werburg-Museums 2016, wo viele fleißige Hände aus den Reihen der Mitglieder mit angepackt hätten. Bis Ende 2017 zählte der Verein bereits 2700 interessierte Bürger, die das Werburg-Museum besichtigt haben.

Liederhandschrift in Arbeit

Im Rückblick auf das vergangene Jahr 2017 streifte der Vorsitzende kurz die vielen Veranstaltungen an der Werburg. Als neues Projekt gilt der Umbau der Werburg-Scheune. Sie soll unter andere, mit einer Heizung ausgestattet werden, damit sie ganzjährig auch von Museums-Besuchern genutzt werden kann. Am 18. März findet das Narzissenfest statt. Am 20. April hält Dr. Ulrich Henselmeyer einen Vortrag über die Entstehung der Werbung.

Prof. Dr. Jan Wirrer berichtete, dass man mit Fachleuten an die Überarbeitung der Benkhäuser Liederhandschrift aus dem 16. Jahrhundert, die im März 2017 im Werburg-Museum erstmals ausgestellt worden war, herangegangen sei und zunächst von zwei Verlagen Angebote eingeholt habe. Ist die Finanzierung sichergestellt, wird die Schrift in ungefähr 12 bis 16 Monaten erscheinen können.

Vortrag über Amor-Becher

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung hielt Dr. Heike Tausendfreund, Archäologin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), einen Vortrag zum Thema »Der Amor-Becher aus Spenge – ein besonderes Verehrungsglas.« »Das ist unser schönstes Fundstück an der Werburg, auch wenn es sich bei dem Becher nur noch um einige Bruchstücke handelt«, bestätigte Dr. Werner Best. Das Prunk-Glas mit dem eingravierten Liebesgott Amor stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es ist davon auszugehen, dass auch die damalige Burgherrin Charlotte Louise von Münch, geborene von Grote, daraus getrunken hat.

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