Familiennachmittag an der Werburg informiert über das Wetter und Vorhersagen Woher weht der Wind?

Spenge (WB). So richtig gut lässt es sich in den schweren Holzpantinen nicht gehen. Ist es dann noch matschig, muss man aufpassen, das robuste Schuhwerk nicht im Schlamm zu verlieren, das kann sich jeder vorstellen. Lustig fanden die kleinen Besucher des Familiennachmittags im Werburg-Museum das Herumtrampeln mit Clogs auf dem rustikalen Holzfußboden aber doch. »Woher weht der Wind?« lautete der Titel der Veranstaltung, bei der sich am alles rund um das Wetter drehte.

Von Daniela Dembert
Finja hat ein rosa »Wetternilpferd« gebastelt, das ihr künftig anzeigen wird, woher der Wind weht.
Finja hat ein rosa »Wetternilpferd« gebastelt, das ihr künftig anzeigen wird, woher der Wind weht. Foto: Daniela Dembert

»Vieles hier im Museum hat mit Wetter und den Jahreszeiten zu tun«, erklärte Sonja Voss den teilnehmenden Familien. Kleidung, Schuhwerk, Speisen, Spiele, die Kinder zu unterschiedlichen Jahreszeiten spielten, die Ernte, ja sogar die Sage vom Mailäuten erzählt von einem Wetterphänomen, nämlich einem Sturm, der einen alten Baum zu Fall brachte.

Jahreszeiten auf der Werburg

»Was macht man denn auf einer Wasserburg, wenn im Graben, der die Burg vor angreifenden Feinden schützen soll, das Wasser gefriert?«, fragte die Museumspädagogin in die Runde. Die Gesichter der Kinder zeugten von Ratlosigkeit. Ob Eislaufen eine gute Antwort war?

Wie sehr die Jahreszeiten und das mit ihnen einhergehende Wetter das Leben auf der Werburg bestimmt haben, wird besonders klar, denkt man über die Ernährungssituation in Jahren, in denen widrige Witterungsbedingungen für knappe Ernten sorgten, nach. Auch bestimmte das Wetter den Tagesablauf. »Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Sonne morgens durch ein anderes Fenster scheint als abends?«, lautete die nächste Frage, über die die jungen Teilnehmer nachdachten. Zu Zeiten der Wasserburg hat die Sonne den Tag-Nacht-Rhythmus und die Arbeitszeiten bestimmt.

Wetterhähne selbst gemacht

Eine Windfahne helfe zu Bestimmen, woher der Wind wehe und ein Blick in eben diese Richtung verrate, ob dicke Wolken oder klarer Himmel im Anmarsch seien, erklärte Voss den Kindern. Gemeinsam bastelten Kinder und Eltern einen »Wetterhahn«. Wem der Hahn zu altbacken war, der konnte zwischen verschiedenen Tierschablonen wählen. Finja hat sich für ein rosa Nilpferd entschieden, das sie gemeinsam mit ihrem Vater ausschnitt und auf einen Strohhalm montierte, der mit einer Stecknadel am Radiergummi-Ende eines Bleistiftes fixiert wurde. Noch kurz eine Spitze aus Moosgummi geschnitten, die anzeigt, aus welcher Richtung der Wind weht, schon war die Windfahne fertig und konnte in einen Blumentopf gestellt werden.

»Das hat Spaß gemacht«, befand die fünfjährige Bünderin und verriet: »Die Werburg ist mein Lieblingsmuseum.«

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