Christiane Antons stellt in Spenges Bürgerzentrum »Yasemins Kiosk« vor Krimi-Autorin legt Erstlingsroman vor

Spenge (WB). »Ich habe zwar auch ein paar Jahre im Ruhrgebiet Station gemacht, aber eigentlich bin ich durch und durch Ostwestfälin«, beteuert Christiane Antons lachend. Weil sie ihrer Heimat im Herzen treu geblieben ist, freut sich die gebürtige Spengerin darauf, ihr literarisches Debüt in der Stadt geben zu können, mit der sie so viele Erinnerungen verbindet.

Von Daniela Dembert
Christiane Antons (links) liest am 17. März aus ihrem druckfrischen Erstlingswerk »Yasemins Kiosk – zwei Kaffee und eine Leiche«. Büchereileiterin Regina Schlüter-Ruff freut sich mit der gebürtigen Spengerin auf einen »kriminellen« Abend mit Unterhaltungswert
Christiane Antons (links) liest am 17. März aus ihrem druckfrischen Erstlingswerk »Yasemins Kiosk – zwei Kaffee und eine Leiche«. Büchereileiterin Regina Schlüter-Ruff freut sich mit der gebürtigen Spengerin auf einen »kriminellen« Abend mit Unterhaltungswert Foto: Daniela Dembert

Am Samstag, 17. März liest die Autorin ab 19.30 Uhr im Bürgerzentrum aus ihrem Erstlingswerk »Yasemins Kiosk – zwei Kaffee und eine Leiche«, präsentiert vom Kulturbüro der Stadt und der Bücherei Spenge. Eine ordentliche Portion »ostwestfälischen Charmes« birgt der gut 200 Seiten starke Krimi, der von drei Frauen erzählt, die kaum unterschiedlicher sein könnten: die lebenslustige Büdchenbetreiberin Yasemin, deren Stimmung zunehmend durch die unheimlichen Briefe eines Verehrers getrügt wird und Polizistin Nina, die, statt ihr Sabbatjahr auf Reisen zu genießen, ihre Mutter pflegt. Dorothee, die Vermieterin der beiden, hat seit 15 Jahren ihre eigenen vier Wände nicht mehr verlassen, sich ihr heiteres Gemüt aber bewahrt. Als im Altpapiercontainer von Yasemins Kiosk eine Leiche gefunden wird, starten die drei eigene Nachforschungen.

»Ich hatte von Anfang an diese drei Frauen im Kopf, deren Charaktere und Lebensläufe ich detailliert ausgearbeitet habe. Dass die Geschichte ein Krimi werden würde hat sich erst später ergeben«, verrät Christiane Antons, die beim Westfälischen Literaturbüro in Unna als Betreuerin diverser Literaturprojekte beruflich recht häufig mit dem Krimi-Genre zu tun hat. »2016 hat es in Bielefeld einen Leichenfund in einem Altpapiercontainer gegeben. Der war Anregung für mich, selbst eine Geschichte zu ersinnen, wie es dazu gekommen sein könnte«, erzählt die Enddreißigerin.

Geschichte spielt in Bielefeld

Die Geschichte spielt in Bielefeld, wo Christiane Antons Literaturwissenschaft, Englisch und Geschichte studierte und auch seit einigen Jahren wieder lebt. Die Inspiration zum Kiosk als Schauplatz hat die Autorin ihrer Zeit im Ruhrpott zu verdanken. »Ich finde Büdchen ganz toll«, gesteht Antons und führt aus: »In Dortmund gibt es eine ausgeprägte Kiosk-Kultur. Dort treffen unterschiedlichste Leute aufeinander. Ich selber mag es, mir eine Tüte mit Weingummis nach Wahl zusammenzustellen und zu sehen, wie Menschen ihr Feierabendbier kaufen und sich damit ein nettes Plätzchen suchen.« Erscheinen wird »Yasemins Kiosk« am 19. März bei Grafit, einem Krimi-Verlag. Die Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus beschreibt Antons als sehr fruchtbar.

Über das Lese-Debüt in Spenge freuen sich auch die Veranstalter. »Wir geben lokalen Autoren gern eine Plattform ihre Werke zu präsentieren«, sagt Regina Schlüter-Ruff, Leiterin der Spenger Stadtbücherei. Einige druckfrische Exemplare wird Christiane Antons bei ihrer Lesung natürlich dabei haben. Karten gibt es ab sofort in der Stadtbücherei und der Buchhandlung Nottelmann.

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