Konzept für vier neue Klassenräume steht – Planungsbüro will Kosten benennen Grundschul-Anbau könnte 2019 erfolgen

Spenge (gge). Das Konzept steht, jetzt geht es um die Finanzen. Die Mitglieder des Schul-, Jugend- und Sportausschusses des Rates der Stadt Spenge befassen sich am Dienstag, 18. Januar, erneut mit der Sanierung und Erweiterung der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen um einen Anbau. Das Architekturbüro BCPlan (Bäunker und Cawalla) aus Rödinghausen hat die Kosten hierfür inzwischen ermittelt und will sie in der Sitzung erläutern. Die Politiker tagen ab 18 Uhr öffentlich im Bürgerbegegnungszentrum (BBZ) an der Turnerstraße in Lenzinghausen.

Die Grundschule Spenge/Hücker-Aschen an der Schulstraße mit großem Schulhof soll saniert und erweitert werden. 16 Klassenräume sind für die Viertzügigkeit nötig.
Die Grundschule Spenge/Hücker-Aschen an der Schulstraße mit großem Schulhof soll saniert und erweitert werden. 16 Klassenräume sind für die Viertzügigkeit nötig. Foto: Gerhard Hülsegge

Die Entscheidung, die Grundschule in Spenge-Mitte nach dem Auslaufen der Realschule nicht ins Schulzentrum zu verlagern, sondern am jetzigen Standort in Form von zwei Anbauten zu erweitern, hatte der Rat bereits im April vergangenen Jahres getroffen. Vor dem Hintergrund der im Frühjahr 2017 durch einen Bausachverständigen festgestellten baulichen Mängel insbesondere in großen Teilen der Unterkellerung wurde die Verwaltung beauftragt, ein Sanierungs- und Ausbaukonzept unter Beteiligung eines Architekturbüros in Form einer Machbarkeitsstudie zu erstellen.

Mit dem Fahrstuhl in die Aula

Um eine Vierzügigkeit der Grundschule zu ermöglichen, werden demnach 16 statt bisher 12 Klassenräume benötigt. Die sechs Fachräume und die Toiletten sollen vom Keller in die darüber liegenden Geschosse verlegt werden. Aus drei Differenzierungsräumen werden neun. Der zweigeschossige Anbau neben dem Lehrerparkplatz soll mit einem Fahrstuhl ausgerüstet werden, mit dem künftig auch die Aula erreichbar sein wird.

Ein zweiter, ebenfalls zweigeschossiger Anbau soll am Gebäudeeck nördlich der Offenen Ganztagsschule (OGS) und des Horts errichtet und durch eine Brücke verbunden werden. Die OGS soll zudem eine neue Küche im Erdgeschoss erhalten.

Sollten die Politiker dem Bauvorhaben zustimmen, könnte voraussichtlich 2019 mit den Arbeiten begonnen werden. »Wir müssen erst die Planung zu Ende bringen«, sagt Bürgermeister Bernd Dumcke.

Kommentare

Großer Schulhof?

Guten Tag,

Mich irritiert Ihre Bildunterschrift: "...mit großem Schulhof...". Ist Ihnen nicht bekannt, dass ein großes Stück vom Schulhof bald weg ist (Kitabau)?
Ich finde es schön sehr seltsam, die Schule bald vierzügig laufen zu lassen, die OGS zu erweitern, Inklusion zu fordern und gleichzeitig dass Außengelände derart zu verkleinern. Da ist Stress unter den Kindern doch vorprogrammiert. Es sind nicht nur ruhige Bastelkinder an dieser Schule, sondern auch -gottseidank- bewegungsfreudige Kinder, Kinder, die sich austoben müssen. Gerade für die OGS-Kinder tut es mir sehr leid. Sitzen ab Sommer bis halb fünf auf dem Minischulhof fest. Das gefeierte neue Tipidorf zum spielen besteht aus drei winzigen Tipis mit Platz für insgesamt ca. 5 Kindern. Das können Sie ja mal auf die bald vierzügige Schülerschaft und erweiterte OGS hochrechnen!
Ich frage mich ernsthaft, ob es einen Zusammenhang zwischen dem tollen, neuen Schulanbau und der Abgabe des halben Schulhofgeländes gibt.
Alles andere macht keinen Sinn.
Skandalös!
VG

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