Second-Hand-Kaufhaus verlässt zum 1. Mai den Standort am Blücherplatz in Spenge Recycling-Börse zieht bei Luttermann ein

Spenge (WB). Die Herforder Recycling-Börse in Spenge wird – anders als geplant – im Sommer doch nicht geschlossen. Stattdessen zieht der City-Laden um vom Blücherplatz an die Poststraße in Räume der Firma Luttermann (Teppichböden, Tapeten und mehr), die den Verkaufsstandort aufgegeben hat und wo zurzeit der Abverkauf von Restware erfolgt.

Von Gerhard Hülsegge
Noch befindet sich die Recycling-Börse am Blücherplatz, für größere Möbel reicht der Platz (250 Quadratmeter) aber nicht aus.
Noch befindet sich die Recycling-Börse am Blücherplatz, für größere Möbel reicht der Platz (250 Quadratmeter) aber nicht aus. Foto: Gerhard Hülsegge

»Der Umzug ist für den 1. Mai geplant«, erklärte Claudio Vendramin, Geschäftsführer der Recycling-Börse am Freitag gegenüber dem WESTFALEN-BLATT auf Nachfrage. Der City-Laden, der seit 2007 am Blücherplatz 13 Second-Hand-Kleidung, Textilien, Hausrat und Bücher für den kleinen Geldbeutel anbietet, wird 400 Quadratmeter des Luttermann-Areals im Erdgeschoss übernehmen. Bisher stehen dem Arbeitskreis 250 Quadratmeter zur Verfügung. Zu wenig, um profitabel arbeiten zu können. Größere Möbel, die gespendet werden, können zum Beispiel nicht gelagert werden. Was dazu führt, dass die Zahl der Kunden nicht ausreicht, um wirtschaftlich zu sein.

Umsatz soll gesteigert werden

Das Einzugsgebiet sollte 30 000 Menschen umfassen, Spenge hat nur knapp 15 000. »Wir müssen deshalb hier auch für überregionale Kunden interessant werden«, sagte Vendramin. Für den City-Laden in Spenge soll deshalb jetzt auch Werbung im benachbarten Melle (Niedersachsen) gemacht werden. Die Anmietung der Räume bei Luttermann ist der Versuch, die Einnahmen zu verbessern. Mindestens ein Jahr will die Recycling-Börse dort ab Sommer den Verkauf weiterführen.

Das Waren-Sortiment auch an gebrauchten Elektrogeräten besteht komplett aus Spenden. »Wir brauchen aber mehr Verkaufsfläche«, betonte auch Karl-Heinz Gresshoff, Mitarbeiter im City-Laden. Wichtig sei auch die Lage im Ortskern von Spenge, damit man gut erreichbar sei. »Wir müssen im Dorf bleiben. Eine Lagerhalle in Wallenbrück wäre für uns völlig ungeeignet«, meinte er.

Die Recycling-Börse gibt es seit 1984. Inzwischen agiert sie an sechs Standorten in Ostwestfalen-Lippe. In Spenge sind sieben Mitarbeiter beschäftigt, drei sind fest angestellt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.