Bei 32 Grad Hitze: Diverse Haushalte in Spenge gestern ohne Trinkwasser Rohrbruch am Buchenweg

Spenge (WB). 32 Grad im Schatten, der bisher heißeste Tag des Jahres – ausgerechnet am Mittwoch, 20. Juli, mussten diverse Haushalte in Spenge ohne Trinkwasser auskommen. Grund war ein Wasserrohrbruch am Buchenweg auf der Grenze zwischen Lenzinghausen und Bielefeld-Jöllenbeck.

Auf sechs Metern Länge ist das graue Trinkwasserrohr (unten) in 1,20 Meter Tiefe längsseits aufgerissen. Jochen Simke (vorn) und Mirko Hennig von der EWB schauen Jordan Michaly dabei zu, wie er das PVC- und das Abwasserrohr (darüber) vorsichtig mit der Schaufel freilegt.
Auf sechs Metern Länge ist das graue Trinkwasserrohr (unten) in 1,20 Meter Tiefe längsseits aufgerissen. Jochen Simke (vorn) und Mirko Hennig von der EWB schauen Jordan Michaly dabei zu, wie er das PVC- und das Abwasserrohr (darüber) vorsichtig mit der Schaufel freilegt. Foto: Gerhard Hülsegge

Vor dem Hochbehälter Lenzinghausen (Station III) im Süden Spenges war eine Wasserrohrleitung gebrochen. »Es handelt sich um einen Längsriss auf sechs Metern«, erklärte Jochen Simke, technischer Betriebsleiter der Energie- und Wasserversorgung Bünde (EWB). Um 9 Uhr meldeten sich erste Anrufer aus Spenge bei den Stadtwerken Herford und klagten über ausbleibendes Wasser. Kalt zu duschen war ebenso unmöglich wie das Zubereiten etwa des Wassers für den Frühstückskaffee.

Druckschwankungen möglich

Erst zwei Stunden später kam wieder erstes Nass aus dem Hahn. Es wurde »umgeschiebert«. Das heißt: Die Anwohner wurden vorübergehend über das intakte Spenger Ortsnetz versorgt. »Wir versuchen jetzt, das Wasser von Norden aus Wallenbrück in Richtung Süden zu drücken«, erklärte Christine Brinkmann, Pressesprecherin der Stadtwerke Herford. Als Ursache für den Ausfall der Wasserversorgung wurde das Leck in der 1,20 Meter tiefen PVC-Leitung unweit der Westerenger Straße ausgemacht.

Während der Reparatur-Arbeiten, die gestern aufgenommen wurden, kann es auch in den nächsten Tagen noch zu Druckschwankungen und wenig Wasserdruck in den Leitungen kommen. Das haben die Stadtwerke Herford gestern mitgeteilt. Betroffen waren und sind unter anderem Haushalte in den Bereichen Wallenbrück, Hengstenberg, Nagelsholz, Lenzinghausen, Bardüttingdorf und Kisker. Via Internet klagten auch Anlieger des Bussardweges über Wassermangel.

Stadtwerke beantworten Fragen

»Die Stadtwerke Herford versuchen, die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass in einigen Bereichen kein Wasser zur Verfügung steht«, so Brinkmann. Sobald die Arbeiten am Netz abgeschlossen sind, werden die Leitungen gespült und wieder freigegeben.

Die Mitarbeiter der Stadtwerke Herford müssen nicht in die Gebäude. Generell können sie sich aber durch einen entsprechenden Ausweis legitimieren. Fragen besorgter Bürger beantworten Stadtwerke-Mitarbeiter unter der Telefon-Nummer 05221/922-590.

»Die Stadtwerke Herford bitten um Verständnis, dass Beeinträchtigungen, die für den Kunden unerfreulich sein können, leider nicht auszuschließen sind. Trotzdem bitten wir um Geduld«, appelliert Christine Brinkmann.

Reparaturarbeiten aufgenommen

Die Stadt Spenge bezieht ihr Trinkwasser vom Wasserwerk Haldem (Preußisch Oldendorf). Über Transportleitungen fließt es auch in den Hochbehälter nach Lenzinghausen, einen von dreien im Stadgebiet. Unmittelbar davor entdeckten Mitarbeiter der Stadtwerke und der EWB das Leck. Vermutlich ist das Rohr durch zu hohen Druck altersbedingt geplatzt. »So etwas passiert halt«, meinte Simke von der EWB, der sich gestern Nachmittag gemeinsam mit Wassermeister Mirko Hennig vor Ort ein Bild vom entstandenen Schaden machte.

Zuständig für die Versorgung Spenges mit Trinkwasser ist der Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-West. Bedient werden der westliche Kreis Herford mit den weiteren Kommunen Enger, Bünde, Kirchlengern, Rödinghausen, Hiddenhausen sowie die Stadtwerke Herford.

Wie Mirko Henning erklärte, sollten die Reparaturarbeiten an der defekten Wasserleitung bis Mittwochbend, 18 Uhr, beendet sein.

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