44 Mitarbeiter sind betroffen Frommholz bestätigt Produktions-Aus

Spenge (WB). Der Polstermöbelhersteller  Frommholz aus Spenge (Kreis Herford) hat bestätigt, dass die eigene Produktion aufgegeben wird. Für die FPS GmbH & Co. KG sei Insolvenzantrag gestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Betroffen sind 44 Mitarbeiter.

Von Andreas Kolesch
Dirk-Walter und Sohn Gero Walter Frommholz in ihrem Unternehmen.
Dirk-Walter und Sohn Gero Walter Frommholz in ihrem Unternehmen. Foto: Oliver Schwabe

Als Grund für die Insolvenz nennt Frommholz die seit Jahren stark wachsenden Kosten des deutschen Produktionsstandortes. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ließen die Produktion am Standort in Spenge nicht mehr zu, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Produktionsgesellschaft hat die Anfang Juli fälligen Juni-Löhne nicht mehr bezahlt. Die betroffenen Mitarbeiter haben nun Anspruch auf Insolvenzausfallgeld für die Monate Juni, Juli und August.

»Die Vertriebsgesellschaft Walter Frommholz GmbH & Co. KG ist rechtlich selbstständig und von der Insolvenz nicht betroffen. Sie ist mit allen Produkten weiterhin voll lieferfähig. Alle Lieferzusagen und Termine werden eingehalten. Alle Lieferanten werden ebenfalls wie bisher pünktlich bezahlt«, schreibt Gero Walter Frommholz, Geschäftsführer der Frommholz-Vertriebsgesellschaft, in der Mitteilung.

»Wir werden in neue Strukturen investieren«

Mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 50 Prozent sei das Unternehmen zukunftsfähig und leistungsstark aufgestellt. »Wir werden in neue Strukturen investieren, unseren Firmensitz in Spenge mit einer Neugestaltung des Showrooms stärken und das Unternehmen mit neuen Kollektionen für die Zukunft ausrichten«, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ein Großteil der Sitzmöbel werde bereits seit Jahren von unabhängigen Manufakturen mit qualifizierten Mitarbeitern und hoher Lieferzuverlässigkeit produziert. »Diese Produktionsschiene wird in Zukunft weiter ausgebaut. Die 10-Jahres-Garantie und der damit verbundene hohe Qualitätsstandard der Möbel bleiben erhalten«, schreibt Gero Walter Frommholz weiter. Seit 2008 arbeitet Frommholz auch mit Zulieferern in Polen und Ungarn zusammen.

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