Insolvenzantrag soll noch am Dienstag gestellt werden Frommholz gibt Produktion auf

Spenge (WB). Der Polstermöbelhersteller Frommholz in Spenge (Kreis Herford) steht vor der Insolvenz seiner Produktionsgesellschaft. Der Antrag soll noch am Dienstag gestellt werden. Das erfuhr das WESTFALEN-BLATT nach einer Betriebsversammlung, die am Montag stattgefunden hat.

Von Andreas Kolesch
Dirk-Walter und Sohn Gero Walter Frommholz in ihrem Unternehmen.
Dirk-Walter und Sohn Gero Walter Frommholz in ihrem Unternehmen. Foto: Oliver Schwabe

Die eigene Produktion in Deutschland wird demnach eingestellt. Betroffen bei der FPS GmbH & C. KG sind 44 Mitarbeiter. Unberührt bleibt die Walter Frommholz GmbH & Co. KG als Vertriebsgesellschaft. Lieferzusagen und Termine sollen nach Westfalen-Blatt-Informationen unverändert eingehalten werden.

Das 1859 gegründete Traditionsunternehmen Frommholz ist für seine handwerklich hochwertig gefertigten Polstermöbel bekannt. Die Kosten des deutschen Produktionsstandortes sollen in den vergangenen Jahren stark gestiegen sein. Seniorchef Dirk-Walter Frommholz war bis 2014 zwei Jahrzehnte lang Vizepräsident der Industrie- und Handelkammer in Bielefeld und ist seit 2001 Vorsitzender des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie.

Im Jahr 2009 trat Sohn Gero Walter Frommholz in sechster Generation in die Unternehmensführung ein. Er leitet auch die Vertriebsgesellschaft. Die Herstellung der Polstermöbel soll nun durch Zulieferer und unabhängige Manufakturen erfolgen.

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