12.4000 Stangen in einem Lager in Spenge gefunden Zoll entdeckt Zigarettenlager in Ostwestfalen

Spenge/Hannover (WB). Ermittler des Zollfahndungsamtes Hannover haben in Spenge 2,48 Milionen unversteuerte Zigaretten sichergestellt und einen Tatverdächtigen festgenommen. Einsatzkräfte aus Bielefeld haben bereits am 15. April eine Lagerhalle durchsucht und dort 12.400 Stangen sichergestellt. 

Die Kisten mit Zigaretten stapeln sich in Lemgo.
Die Kisten mit Zigaretten stapeln sich in Lemgo. Foto: Zoll

Bei den Zigaretten soll es sich laut Zollamt um Fälschungen handeln, die für den niederländischen Markt bestimmt waren. Der Steuerschaden betrage rund 370.000 Euro (Tabaksteuer).

Die Bielefelder Zollfahnder hatten schon seit längerem im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen eine Tätergruppierung im ostwestfälischen Raum ermittelt, die im Verdacht steht, mit Schmuggelzigaretten Handel zu treiben.Der Zugriff erfolgte dann, nachdem am Vortag vier Zigarettenladungen mit Kleintransportern im Lager eingetroffen waren.

Thomas Schüre, Pressesprecher des Zollfahndungsamts Hannover: »Der Trend geht derzeit zu kleinen Transportmengen, die kaum noch gelagert und 'just in time' an die Käufer ausgeliefert werden. Die jetzt sichergestellte Menge ist für uns daher ein besonderer Erfolg.«

Gegen den Betreiber des Lagers, einen 47-jährigen Deutschen, hat das Amtsgericht Bielefeld einen Haftbefehl erlassen. Die weiteren Ermittlungen sollen sich nun darauf richten, die Lieferanten und Abnehmer der Zigaretten zu identifizieren. Alle Beteiligten müssten mit Geld- bzw. Haftstrafen rechnen, erklärte der Zoll. Sie haben darüber hinaus den entstandenen Steuerschaden zu zahlen. 

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