Unbekannter schießt mit Luftdruckwaffe auf Kater – Anzeige erstattet  »Einstein« tödlich getroffen 

Spenge (WB). Wer schießt mit einer Luftpistole oder einem Luftgewehr in Spenge auf Katzen? Das fragt sich Matthias Fuchs aus Wallenbrück, dessen Kater »Einstein« von einer Kugel getroffen wurde und seinen Verletzungen erlag.

Von Gerhard Hülsegge
Matthias Fuchs kann es nicht fassen: Unbekannte haben Kater Eiinstein mit einer Luftdruckwaffe erschossen. Wer macht so etwas? fragt sich der 45-Jährige. Er hat Anzeige erstattet. Flyer sollen jetzt helfen, den Täter zu ermitteln.
Matthias Fuchs kann es nicht fassen: Unbekannte haben Kater Eiinstein mit einer Luftdruckwaffe erschossen. Wer macht so etwas? fragt sich der 45-Jährige. Er hat Anzeige erstattet. Flyer sollen jetzt helfen, den Täter zu ermitteln.

 »Es ist unfassbar«, sagt der 45-Jährige. Am Donnerstag habe er den Vierbeiner wie gewohnt um 8.30 Uhr aus dem Haus an der Hobestraße ins Freie gelassen. Um 11 Uhr sei das Tier dann humpelnd zurückgekehrt. Offenbar verletzt, brachte der Wallenbrücker den Kater zum Tierarzt. »Der hat dann ein Loch zwischen den Rippen gefunden«, berichtete der Tierhalter fassungslos am Freitag. Die Kugel zu entfernen, gelang nicht. »Einstein« ist bei der Operation gestorben. Das Herz hat versagt.

 Seit August 2014 gehörte der Kater mit braunem Fell zur Familie. Sie hat ihn von einem Landwirt erworben. Seit Januar dieses Jahres ging er regelmäßig auch außerhalb des Hauses auf Tour. Jetzt vermissen ihn alle. »Unser Nachbar hat auch eine Katze, der ist noch nie etwas passiert«, meint Matthias Fuchs. Er hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

 Dass Jäger das Tier aufs Korn genommen haben könnten, weil es vielleicht gewildert habe, schließt die Polizei aus. »Sie verwenden keine Druckluftwaffen«, erklärte Stefan Begemann von der Polizei in Herford am Freitag auf Anfrage gegenüber den SPENGER NACHRICHTEN. Es sein keine jagdtypische Waffe verwendet worden. Der Besitz von Druckluftpistolen oder -Gewehren ist erlaubnisfrei. Der kleine Waffenschein ist erst bei Schreckschusswaffen Pflicht. Die bei Druckluftwaffen verwendeten Bleigeschosse sind zwar nur etwa drei bis vier Millimeter lang, können aber auch erhebliche Verletzungen bei Menschen oder Tieren, die getroffen werden, hervorrufen. Die Waffen selbst können von jedermann gekauft werden. »Man darf sie aber nicht mitführen und auch nicht damit schießen«, so der Polizeihauptkommissar.

 Der Anschlag auf Kater »Einstein« ist juristisch keine Tötung, sondern Sachbeschädigung und wird von der Polizei als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Den Täter erwartet zumindest eine Geldstrafe, sollte er gefasst werden.

 Damit er ausfindig gemacht werden kann, hat die Familie Fuchs bereits Flyer auch an der Grundschule Spenge-Land und der Kita »Kleine Taube« verteilt. »Wir hoffen, dass irgendjemand etwas gesehen oder gehört hat«, meint Mattthias Fuchs, der »Einstein« nun im Garten hinter dem Haus beerdigen will.

 Die Polizei nimmt Hinweise, die eventuell zur Ergreifung des Schützen beitragen können, unter Telefon 05221/8880 entgegen.

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