Kreisbrandmeister lobt »schlagkräftige Feuerwehr« – 99 Einsätze im Jahr 2015 »Hier ist die Welt in Ordnung«

Rödinghausen (WB). Zu 99 Einsätzen rückte die Feuerwehr Rödinghausen 2015 aus. »Das Brandgeschehen ist in der Gemeinde rückgängig, so dass drei Kleinbrände und drei Mittelbrände zu verzeichnen waren«, informierte der Leiter der Feuerwehr, Rudi Altehoff, bei der 36. Jahresdienstbesprechung im Haus des Gastes.

Von Siegfried Huss

Die 99 Einsätze unterteilten sich in sechs Brände und 78 technische Hilfeleistungen sowie 13 Brandmeldeanlagen-Einsätze, die sich jedoch alle als Fehlalarme oder Funktionsstörungen herausgestellt haben. Hinzu kommen 30 Brandsicherungswachen, die allein schon die Wehr gefordert hätten, ergänzte Altehoff.

Während es wenig Brandeinsätze gab, stieg die Zahl der technischen Einsätze bei Sturm- und Hochwasserschäden. Die Wehr rückte insgesamt 40 Mal aus, um den Bürgern Hilfe zu leisten. Weitere technische Hilfe wurde darüber hinaus geleistet zur Ölbeseitigung (7), Verkehrsunfälle (3), Einsätze wegen Wespen (23) sowie Tierrettung (1) und Menschen in Not (4).

Zur Jahresdienstbesprechung konnte Gemeindebrandinspektor Rudi Altehoff zahlreiche Ehrengäste begrüßen, allen voran Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer sowie Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer, Norbert Burmann vom Dezernat Sicherheit und Ordnung des Kreises Herford, Sven Kampeter vom Deutschen Roten Kreuz und Thomas Dahlmeier vom Amt für Ordnung und Soziales der Gemeinde Rödinghausen.

Kreisbrandmeister äußerte Kritik an den Ratsmitgliedern

Vortmeyer hob in seinem Grußwort hervor: »Die Freiwillige Feuerwehr stellt mit ihren ehrenamtlichen Mitgliedern eine tragende Säule im Bereich der Gefahrenabwehr dar.« Besonders sprach er die Starkregenereignisse an, »die 2015 insbesondere den Norden der Gemeinde betroffen haben«, die spendenfinanzierte Beschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges (MZF) sowie die deutliche Steigerung der Atemschutzgeräteträger bis hin zum Brandschutz im Jugendgästehaus als gemeinsame Aktion der beiden Jugendfeuerwehren.

Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer stellte in seinem Bericht zur Situation der Feuerwehren im Kreis Herford fest: »In Rödinghausen ist die Welt noch in Ordnung, was an vorhandenen Rettungskräften festzustellen ist. Diese verfügen über eine gute Gesundheit, in Rödinghausen gibt es eine schlagkräftige Feuerwehr mit einer guten Leistungsbereitschaft, was nicht überall selbstverständlich ist.« Er äußerte auch Kritik und wünschte sich mehr Präsenz von Ratsmitgliedern zur Jahresdienstbesprechung: »Hier wird über die jährlichen Einsätze berichtet, es wird vermittelt, was in der Gemeinde und rundherum so alles passiert. Wichtig sind der Erfahrungsaustausch und die Diskussion über die Beschaffung notwendiger Geräte für den allgemeinen Einsatz«.

Hackländer wies für den Kreis Herford auch auf alarmierende Zahlen hin. So sei die Anzahl der Hilfeleistungen von 585 (2013) und 756 (2014) auf jetzt 999 (2015) gestiegen. Ähnlich sei die Entwicklung der Einsätze in der Kreisleitstelle gewesen: So habe es 31 369 Einsätze im Jahr 2013 gegeben, ein Jahr später 37 316 Einsätze und 2015 wurden 42 358 Einsätze registriert. Ebenso beim Rettungsdienst: Wurden 35 809 Einsätze im Jahr 2013 gezählt, waren es im Folgejahr bereits 36 740 Einsätze und 38 633 Einsätze für 2015.

Ehrungen und Beförderungen standen an

Die Freiwillige Feuerwehr Rödinghausen umfasst mit den Löschgruppen Bieren, Rödinghausen und Schwenningdorf sowie dem Löschzug Kilver 125 Aktive sowie 44 Mädchen wie Jungen in den Jugendfeuerwehrgruppen Nord und Süd und 34 ehemalige Aktive in der Altersabteilung.

Auch Ehrungen wurden vorgenommen. So erhielt Manfred Gösch für 60-jährige Feuerwehrzugehörigkeit die Ehrenurkunde des Feuerwehrverbandes Nordrhein-Westfalen. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des Landes NRW erhielten für 35 Jahre Ralf Arndt, Holger Dieckmann und Karsten Thies sowie in Silber für 25 Jahre aktive Einsatzzeit Holger Kammann, Olaf Sanker, Andreas Paul, Rene Bech, Sven Vater, Michael Grübner, Stefan Hambürger und Martin Schiereck.

Befördert wurden Marco Kretschmer und Tanja Kretschmer zu Feuerwehrmannanwärtern, zum Oberfeuerwehrmann Felix Bulthaupt, Siegfried Michelsohn, Christian Heuser und Jan Paul Hüffmeier sowie zur Hauptfeuerwehrfrau Tanja Blank und Jennifer Mende, zum Hauptfeuerwehrmann Marcel Arndt und Marcel Schmidt. Mit Ableistung des Truppführerlehrgangs wurden Daniel Marsch, Thimo Ostermeier und Pascal Jadicke zum Unterbrandmeister und zum Brandmeister Sascha Keast wie zum Oberbrandmeister Bernd Walter befördert. Nach dem Absolvieren des Zugführerlehrgangs ist Jens Rüter Brandinspektor und nach dem Verbandsführerlehrgang Andreas Paul Brandoberinspektor.

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