Löhner Bürger-Allianz sichert Elterninitiative Unterstützung zu Politik ist mobilisiert

Löhne-Ort (WB). Der Brief der Elterninitiative zur Dreizügigkeit der Städtischen Realschule Löhne hat die Vorsitzenden der Ratsfraktionen nun erreicht. Die Löhner Bürger-Allianz (LBA) sichert der Initiative ihre politische Unterstützung zu.

Von Angelina Zander
Die Städtische Realschule Löhne ist aktuell Schauplatz einer politischen Diskussion: Eine Elterninitiative fordert eine Dreizügigkeit der Schule und richtete einen Brief an alle Fraktionen. Die Löhner Bürger-Allianz will das Thema im Stadtrat diskutieren.
Die Städtische Realschule Löhne ist aktuell Schauplatz einer politischen Diskussion: Eine Elterninitiative fordert eine Dreizügigkeit der Schule und richtete einen Brief an alle Fraktionen. Die Löhner Bürger-Allianz will das Thema im Stadtrat diskutieren. Foto: Angelina Zander

Das steht in der LBA-Mitteilung

»Den Eltern mit Grundschülern, die zur Städtischen Realschule wollen, muss dringend geholfen werden«, sagt Kirsten Sundermeier, LBA-Mitglied im Schulausschuss. Mit dieser Aussage positioniert sich die Fraktion eindeutig für die Dreizügigkeit der Realschule, die von den Eltern dreier Löhner Grundschulen aktuell gefordert wird (diese Zeitung berichtete). In einer offiziellen Mitteilung versichert die LBA nun, eine dritte Eingangsklasse im Stadtrat zu beantragen, »damit kein Kind abgewiesen werden muss, das die Schule in Löhne-Ort besuche möchte«, betont Kirsten Sundermeier.

Ein erster Schritt in diese Richtung sei bereits getan: In einem Antrag an Bürgermeister Bernd Poggemöller fordert die Fraktion, »schon in der nächsten Ratssitzung einen Beschluss zu treffen, der eine Anmeldungssperre für die Städtische Realschule aufhebt und die Zügigkeit verändert«, erklärt Kirsten Sundermeier.

Hohe Anmeldezahlen

Weiterhin sei sie der Meinung, dass die Entscheidung über die Anzahl der Eingangsklassen an den Realschulen »an Erfahrungswerten und an den räumlichen Kapazitäten der in Frage kommenden konkreten Schulbauten orientiert« hat. Dass Schüler durch diese Maßnahmen der Besuch ihrer Wunschschule verwehrt bleibt, sei jedoch nicht das Ziel gewesen. Die Vertreter der LBA verweisen dagegen ebenfalls auf das Recht der Eltern und Schüler, die weiterführende Schule selbst auswählen zu dürfen.

Die Erlaubnis einer Dreizügigkeit soll nach Ansicht der LBA jedoch kein einmaliges Ereignis bleiben. Aufgrund der hohen Anmeldezahlen stellt Ratsmitglied Jutta Horn fest, dass »dem Elternwillen nicht nur in diesem Jahr, sondern dauerhaft Rechnung getragen werden muss.« Daraus ergebe sich die Konsequenz, die Dreizügigkeit ab dem Schuljahr 2018/2019 dauerhaft für die Schule festzulegen.

Das sagt die neue Dezernentin

Das Problem, dass die Städtische Realschule durch ihren Umzug in das Gebäude der ehemaligen Hauptschule eine Dreizügigkeit räumlich nicht umsetzen kann, sehe die LBA nicht. Dies könne folglich nicht als Argument gegen die Dreizügigkeit angeführt werden. Außerdem verweist die Fraktion in ihrer Mitteilung darauf, dass es bereits in der Vergangenheit einige Male möglich war, eine Ausnahme bezüglich einer dritten Eingangsklasse zu gewähren. Als »völlig untragbar« bezeichnet Jutta Horn dagegen die Option, dass Grundschüler ohne einen plausiblen Grund von der Städtischen Realschule abgewiesen werden oder sogar mit einem Losverfahren über die Platzvergabe entschieden werden soll.

Der Einwand der neuen Dezernentin Beatrix Becker, durch eine Veränderung in Löhne-Ort würde man »andere Schulen unter Druck« setzen, sei für den LBA-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hermann Ottensmeier nicht nachvollziehbar. Die Planungen der Schulverwaltung müssten an die Interessen der Menschen und damit an die Wünsche der Kinder und ihrer Eltern angepasst werden, nicht umgekehrt. Hermann Ottensmeier sagte darüber hinaus, dass ein gesunder Wettbewerb zwischen den Sekundarschulen einem qualifizierten Unterrichtsangebot diene.

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