Neue Meldemöglichkeiten in Löhne – auch für Ideen und Anregungen Stadt sorgt für Transparenz bei Mängeln

Löhne (WB). Etwa 300 Meldungen gehen jährlich an die Stadt Löhne, in denen es um Mängel geht. Jetzt bietet die Verwaltung nun eine neue Möglichkeit, Mängel zu melden und Anregungen zu geben. Dafür wird derzeit ein neues, transparentes Managementsystem getestet, das über das Internet – auch in der mobilen Version – funktioniert.

Von Sonja Gruhn
Haben den Mängelmelder mit Unterstützung von Bürgermeister Bernd Poggemöller (links) transparent gemacht (vorne, von links) Martina Kühne, Silvia Kalakanis und Ursula Nolting sowie (hinten, von links) Eberhard Lindemann, Torsten Stürzebecher und Roland Wieg.
Haben den Mängelmelder mit Unterstützung von Bürgermeister Bernd Poggemöller (links) transparent gemacht (vorne, von links) Martina Kühne, Silvia Kalakanis und Ursula Nolting sowie (hinten, von links) Eberhard Lindemann, Torsten Stürzebecher und Roland Wieg. Foto: Sonja Gruhn

Ausgefallene Straßenbeleuchtung oder Schlaglöcher

Im Gegensatz zu vorher sind bereits gemeldete Mängel wie ausgefallene Straßenbeleuchtung, wilder Müll oder Schlaglöcher in den Straßen nun auf einer Mängelliste sichtbar, so dass es nicht zu Mehrfachmeldungen kommt. Darüber hinaus können die Bürger sehen, inwieweit der Mangel bereits in Bearbeitung oder sogar schon behoben ist. Ebenso ist die Örtlichkeit auf einem Kartenausschnitt abgebildet.

»Wir hatten ja schon einen Kümmerkasten auf der mobilen Version und einen Schadensmelder auf der Startseite der Stadt, die immer gut angenommen worden sind«, sagt Stadtsprecherin Ursula Nolting. Auch positive Resonanz habe es häufiger gegeben. »Beispielsweise lag viel Laub auf einer Brücke, das sofort entfernt wurde. Die Melder haben sich ernst genommen gefühlt und sich gefreut, dass es so schnell erledigt wurde«, sagt Ursula Nolting.

»Manches lässt sich nicht von heute auf morgen beheben«

Dass das aber nicht immer möglich ist, verdeutlicht Eberhard Lindemann von den Wirtschaftsbetrieben Löhne (WBL), Geschäftsbereich Straßen: »Manche Sachen lassen sich nicht von heute auf morgen beheben, weil das Wetter passen muss, wie bei der Ausbesserung von Schlaglöchern.« Gleiches gelte für die Straßenbeleuchtung, fügt sein Kollege Torsten Stürzebecher hinzu. Denn dabei werden die Meldungen gesammelt. Etwa einmal pro Woche werde dann eine Firma mit der Reparatur beauftragt. Das sei wirtschaftlicher.

Früher konnten dies die Mängelmelder selbst zwar auch schon erfahren, wenn sie entsprechend um Benachrichtigung gebeten hatten. Nun aber ist der Stand der Bearbeitung für alle Interessierten in der Mängelliste sichtbar. Denn im vergangenen September ist ein neues Modul von »iKISS« für Mängelmeldungen herausgebracht worden. Von »iKISS« nutzt die Verwaltung beispielsweise bereits das Content Management System. »Es gab eine Weihnachtsaktion mit 50 Prozent Rabatt. Da haben wir zugeschlagen«, sagt Nolting. Sonst koste das Modul normalerweise 3000 Euro.

System ist rund um die Uhr verfügbar

Wer einen Mangel melden möchte, kann nun nicht nur den Standort auf dem Kartenausschnitt wählen und eine genaue Beschreibung abgeben, sondern auch Fotos hochladen. Eine Hilfe dabei ist auch die Möglichkeit, eine Kategorie wie beispielsweise Straßenbeleuchtung, Geh- und Radweg, Abwasser, Abfall, Lärmbelästigung und Ungeziefer wählen zu können. So wird die Meldung gleich an den zuständigen Kollegen weitergeleitet. »Wenn jemand beispielsweise beim Spazierengehen am Wochenende wilden Müll findet, kann er dies gleich, auch mit Foto, melden. Denn das System ist rund um die Uhr verfügbar«, sagt Abfallberater Roland Wieg. Ähnlich verhält es sich mit der Möglichkeit, Ideen und Anregungen loszuwerden.

»Dazu gehören beispielsweise Anregungen wie einen Kaffeebecher to go für Löhne, um die Papierbecher zu vermeiden«, nennt Ursula Nolting ein Beispiel, das bereits vorgeschlagen wurde. Sie weist aber auch darauf hin, dass sicherlich nicht alle Ideen und Anregungen umgesetzt werden könnten. Die kuriosesten Meldungen wissen Torsten Stürzebecher, der einmal benachrichtig wurde, weil in einer Sporthalle die Dusche nicht warm wurde, und Ursula Nolting zu erzählen: »Wir hatten eine Anfrage von jemandem, der seinen Führerschein abgeben musste und sich erkundigte, wo er dies machen kann.«

Neben Roland Wieg (Abfall), Torsten Stürzebecher (Straßenbeleuchtung) und Eberhard Lindemann (Straßen) gehören zum Team Silvia Kalakanis (Wasser), Christian Rabe (tote Tiere, Ungeziefer, Geruchsbelästigung), Thomas Jöstingmeier (Spielplätze und öffentliches Grün) sowie Martina Kühne, die sich mit Ursula Nolting um Sonstiges und Anregungen kümmert. 2018 soll es einen Relaunch der mobilen Version geben, so dass dann auch die Vollversion genutzt werden kann.

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