Wohnmodul aus Enger plant 20 Häuser auf dem ehemaligen Baustoffhandelgrundstück Nagel-Gelände hat neuen Eigentümer

Löhne-Mennighüffen (WB). Mehrfach hat das Gelände der ehemaligen Baustoffhandlung Nagel an der Lübbecker Straße in Mennighüffen bereits seinen Besitzer gewechselt. Bislang hat sich außer dem Abriss der Hallen und einer Begradigung des Geländes dort aber nichts getan. Mit dem neuen Eigentümer, der Firma Wohnmodul aus Enger, soll sich dies jetzt zeitnah ändern.

Von Sonja Gruhn

Dazu müssen sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses in ihrer heutigen Sitzung aber noch mit einer Planänderung befassen. Denn der Vorhabenträger möchte eine Erhöhung der Wohneinheiten von vier auf sechs in den zwei geplanten mehrgeschossigen Wohnhäusern, die direkt an der Lübbecker Straße gebaut werden sollen.

Stadt-Villen und Einheiten für sozialen Wohnungsbau geplant

Beabsichtigt ist dabei aber, 25 Prozent der Geschossfläche für den sozialen Wohnungsbau vorzuhalten. Außerdem möchte Wohnmodul drei Häuser als Stadt-Villen im Stile von Toskanahäusern errichten und auf den Gehweg von der Lübbecker Straße aus verzichten.

Der Bebauungsplan für das Gelände zwischen der Straße Eckernkamp und der Leipziger Straße ist bereits seit November 2014 rechtskräftig. 2013 hatte die Firma Löhmenn GmbH beabsichtigt, das 15.000 Quadratmeter großen Gelände in Halstern zu bebauen. Dann hatte die Immobilienfirma Bade aus Steinhude das Grundstück übernommen. Doch weiter ging es damit dennoch nicht. Nur zwei Bauvorhaben sind nach Angaben der Verwaltung verwirklicht worden, da diese direkt an der Straße Eckernkamp liegen und somit von einer Erschließung nicht betroffen waren.

Wohnmodul ist seit Januar Eigentümer des Geländes

Im Herbst 2017 wurde nun ein neuer Kaufvertrag aufgesetzt, und seit Ende Januar ist die Firma Wohnmodul aus Enger neue Eigentümerin. Sie hat das Gelände nach Auskunft von Ingo Lindenberg, Immobilienmakler und Mitarbeiter bei Wohnmodul, für einen sechsstelligen Betrag erworben. Projektentwickler für das Vorhaben ist Robert Bem.

Neben den drei Stadt-Villen und den zwei Mehrfamilienhäusern sind 15 Einfamilienhäuser nach individuellen Wünschen der künftigen Eigentümer geplant, die maximal eineinhalbgeschossig sein sollen. »Höher sollen sie nach dem Wunsch der Stadt nicht werden«, sagt Lindenberg.

Je nach Wetterlage soll Ende Mai mit der Errichtung einer Baustraße begonnen werden. Sie ist Grundlage für die spätere Heinrich-Nagel-Straße, die das neue Wohngebiet erschließen wird. Da sich die Stadt gegen ein Regenrückhaltebecken entschieden hatte, wird unter der Straße ein Staukanal verlaufen, der in den Regenwasserkanal unter der Lübbecker Straße führt.

Sondierungsarbeiten erfolgen

In Kürze sollen Sondierungsarbeiten für ein Bodengutachten durch einen Fachmann wegen möglicher Altlasten erfolgen: »Damit der Kunde später keine Überraschung erlebt«. Mutterboden werde ebenfalls aufgebracht. »Zwei Grundstücke sind schon fast reserviert, ein drittes komplett überplant«, sagt Lindenberg.

Sobald eine Baugenehmigung vorliege, sei dann mit einer Bauzeit von etwa acht Monaten zu rechnen. »Wir rechnen aber noch etwa zwei Monate Toleranz hinzu.« So könnten die ersten Eigenheimbesitzer vielleicht schon im Frühjahr kommenden Jahres einziehen. Aufgrund der Nähe zum Spielplatz gegenüber der Firma Fründ werde auf dem Gelände keiner gebaut.

Eigentlich ist Wohnmodul eher in den Bereichen Bielefeld und Herford unterwegs. »Dieses Grundstück wurde an uns herangetragen. Die Lage hat positive Aspekte wie die Anbindung an Hüllhorst und Tengern sowie die Verbindung zur A30. Die Infrastruktur mit Grundschule, Kindergarten, Apotheke und dem geplanten Fachmarktzentrum ist ebenfalls gut. Außerdem gibt es hier noch Felder und Wiesen. Dies steigert den Erholungswert und ist auch für Kinder sehr geeignet«, sagt Lindenberg.

Verwaltung begrüßt Vorhaben

»Wir sind ganz glücklich, dass es dort jetzt hoffentlich mit der eigentlich projektierten Entwicklung des Geländes weitergeht und dass der nicht so schöne Anblick dort beseitigt werden kann«, sagt Ulrich Niemeyer, Wirtschaftsförderer der Stadt Löhne.

Bezüglich der geplanten Stadt-Villen im Stile von Toskanahäusern sagt Niemeyer: »Es handelt sich um eine aktuelle Bauform. Die Verwaltung unterstützt dieses Vorhaben.« Ebenso die Aufstockung der Wohneinheiten, da dort ja auch ein Viertel für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen ist. Der ursprünglich geplante Fußweg sei durch den Wegfall des »DORV-Ladens« entbehrlich.

Interessierte können sich bei Wohnmodul unter Telefon 05224/9773524 melden oder per E-Mail an info@wohnmodul.com.

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