Löhner Bahnhofs-Verein will Raum für Veranstaltungen herrichten Wartesaal bekommt »Übergangs-Kleid«

Löhne (WB). Bis umfassende Sanierungsmaßnahmen am Löhner Bahnhof erfolgen können, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Doch bis dahin soll der große Wartesaal zumindest für Veranstaltungen sozusagen ein »Übergangs-Kleid« bekommen. Das hat Günter Willig, Vorsitzender des Vereins »Löhne umsteigen – Der Bahnhof«, mitgeteilt.

Von Sonja Gruhn
Auf der rechten Seite des Wartesaals soll die Wand im unteren Bereich entfernt werden. Die übrigen Wände sollen verschönert werden, allerdings nur bis auf eine Höhe von etwa drei Metern, damit die ursprüngliche Wand mit Mauerwerk noch zu sehen ist. Auch ein neuer Fußbodenbelag ist geplant, um den Saal veranstaltungstauglich zu machen, wie Günter Willig sagt.
Auf der rechten Seite des Wartesaals soll die Wand im unteren Bereich entfernt werden. Die übrigen Wände sollen verschönert werden, allerdings nur bis auf eine Höhe von etwa drei Metern, damit die ursprüngliche Wand mit Mauerwerk noch zu sehen ist. Auch ein neuer Fußbodenbelag ist geplant, um den Saal veranstaltungstauglich zu machen, wie Günter Willig sagt. Foto: Sonja Gruhn

»Es sind bereits einige Veranstaltungen gebucht und geplant, wir bekommen auch immer wieder Anfragen«, sagt Günter Willig. Die nächste größere Veranstaltung sei das Löhner Frühlingsfest am 29. April, bei dem wie schon im Vorjahr wieder ein Programm im Wartesaal des Bahnhofes geplant ist. »Es soll einen Gottesdienst mit Pfarrer Eckhard Teismann von der evangelischen Kirche Mahnen sowie Enrico Klee von der Freikirche geben. Am Nachmittag ist wieder Kaffeehaus-Musik mit Kaffee und Kuchen geplant, und am frühen Abend bieten wir ein gemeinschaftliches Singen unter dem Motto ›Löhne singt‹ an«, zählt Willig auf.

Wartesaal soll vorübergehend hergerichtet werden

Und bis dahin soll sich einiges im großen Wartesaal getan haben. »Es wird keine endgültige Lösung sein, aber wir sind auf einem guten Weg, Fördermittel zu erhalten. Bis dahin wollen wir den Saal allerdings nicht so lassen. Wir wollen ihn schick machen«, sagt Willig. Dies soll mit Hilfe von Eigenmitteln, Sponsoren und Fachkräften geschehen. So möchte der Verein die unteren Wände an der den Fenstern gegenüberliegenden Seite bis auf eine gewisse Höhe herausnehmen lassen. Eine Fachfirma kümmere sich dabei um die Statik. In der kommenden Woche soll damit begonnen werden.

»Den Podest haben wir schon rausgenommen, um eine ebene Fläche zu bekommen, und damit wir mehr Tische stellen können«, sagt Willig. Der Fußboden werde angeglichen und ein Belag aus PVC oder Laminat als Zwischenlösung aufgebracht. Auch an den Wänden werde einiges verschönert. Sie sollen glatt sauber und ordentlich aussehen und einen neutralen Anstrich erhalten. Aber ebenfalls nur bis zu einer Höhe von etwa drei Metern, damit der Charakter des Wartesaals erhalten bleibt und beispielsweise das Mauerwerk oben weiterhin zu sehen ist.

Geplante Arbeiten schlagen mit 10.000 Euro zu Buche

Finanziert werden sollen die Arbeiten, die etwa mit 10.000 Euro zu Buche schlagen, aus Eigenmitteln, sprich Spenden. »Zudem unterstützen uns heimische Wirtschaftsunternehmen. Sie haben sich sehr kooperativ gezeigt«, betont Willig. »Sonst wäre das Ganze noch teurer geworden.« Neben etwa einem halben Dutzend Helfern aus den eigenen Reihen werde es Unterstützung durch die Firma Euwatec geben. »Das Ehepaar di Fede wird ebenfalls kommen, um zu helfen«, sagt Willig. Ziel ist es, bis Ende Februar den Saal veranstaltungstauglich herzurichten.

Inzwischen hätten sich heimische Heizungsbauer und Fachingenieure die Gegebenheiten angesehen. Zwar liege Gas im Haus, aber ein Anschluss sei zu teuer. Zunächst will sich der Verein mit mobilen Heizgeräten behelfen. Für später, sollten Fördermittel bewilligt werden, sei eine Fotovoltaikanlage angedacht.

Derzeit keine Zusage für private Anfragen möglich

Momentan gebe es nur Veranstaltungen von Vereinen wie dem Geschichtsverein. »Private Anfragen gibt es zwar, aber wir können derzeit nichts zusagen.« Und mit Blick auf das gegenüberliegende Postgebäude bedauert Willig, dass der Bahnhof noch nicht so weit ist, dass die Post dort einen neuen Standort finden könnte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.