21 Realschüler werden in Kooperation mit dem Stadtsportverband Löhne ausgebildet Künftige Sporthelfer gut vorbereitet

Löhne (WB/sg). Derzeit bereiten sich 21 Löhner Realschüler im Alter zwischen 13 und 15 Jahren auf ihre Prüfung zum Sporthelfer vor. In Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband werden sie dafür von einigen ihrer Sportlehrer unterrichtet, sowohl in Theorie als auch in der Praxis. Mit dabei sind zwölf Schüler der Städtischen Realschule mit ihren Lehrern Marc Eisele und Sebastian Boldt sowie neun Mädchen und Jungen der Goethe-Realschule mit Sportlehrer Achim Diekmeyer (28).

Schüler der Städtischen und der Goethe-Realschule werden von den Sportlehrern (von rechts) Marc Eisele, Achim Diekmeyer und Sebastian Boldt als Sporthelfer ausgebildet.
Schüler der Städtischen und der Goethe-Realschule werden von den Sportlehrern (von rechts) Marc Eisele, Achim Diekmeyer und Sebastian Boldt als Sporthelfer ausgebildet. Foto: Sonja Gruhn

Die Fachlehrer werden gemeinsam mit Peter Steinmeier vom Stadtsportverband, der auch theoretische Inhalte vermittelte, am Ende zudem die Prüfung abnehmen. Dafür haben die Schüler drei Tage lang, von Montag bis Mittwoch, jeweils von 8 bis 15 Uhr in der Turnhalle der ehemaligen Werretalschule gelernt. Am Samstag steht dann noch ein Erste-Hilfe-Kurs auf dem Programm.

Planung von Sporteinheiten und Sicherheit werden vermittelt

»Generell sollen sich die Schüler bei dieser Ausbildung daran gewöhnen, eine Gruppe zu leiten. Weiter geht es darum, Sporteinheiten zu planen, ein Warm-up und ein zielgerichtetes Training zu gestalten«, sagt Achim Diekmeyer. Zudem werde das Sprechen vor der Gruppe geübt und wie klare Anweisungen gegeben werden. Auch die Sicherheit spiele eine Rolle. »Die Schüler müssen wissen, wie sie die Geräte richtig aufbauen«, fügt Diekmeyer hinzu.

Für die Prüfung müssen sich die künftigen Sporthelfer in kleinen Gruppen zusammentun und sich ein Thema überlegen, zu dem sie eine 45-minütige Sporteinheit planen. Daraus lassen sich die Prüfer etwa zehn Minuten lang etwas vorführen.

Damit die Schüler etwas über die Gliederung im Sportsystem in Deutschland, den Landessportbund und über die verschiedenen Qualifizierungen erfahren, war eine Vertreterin des Kreissportbundes eingeladen worden. Sie informierte zudem über Ansprechpartner und Beratungsangebote, wenn die Sporthelfer später Probleme in ihren Gruppen bekommen. Dies können beispielsweise eine Tanz AG oder eine Fußball AG an der Schule sein.

Mit einer Geschichte geht die Massage leichter von der Hand

Neben den bereits genannten Lehrinhalten erfuhren die jungen Sportler aber auch etwas zum Thema Entspannung, beispielsweise in Form einer Massage, die Achim Diekmeyer auf besondere Art vermittelte. Während jeweils einer der Schüler es sich auf der Matte bequem machen durfte, war sein Teamkollege mit einer Massage dran.

Um sich die verschiedenen Handgriffe, die später in den Gruppen vermittelt werden sollen, besser merken zu können, erzählte Diekmeyer eine Geschichte von einem Jungen, der hungrig in einen Döner-Laden geht und von dem Koch, der den Döner zubereitet. Die verschiedenen Handgriffe, die dieser dabei zu tun hat, waren exemplarisch für Knet- oder Streichbewegungen bei einer Massage.

Anschließend mussten die Schüler noch herausfinden, was besonders bei jüngeren Lerngruppen vorher angesagt werden sollte. Und das wussten sie: nicht zu stark massieren, Ruhe im Raum zur Entspannung und bei Bedarf beispielsweise einen Igelball verwenden für den Fall, dass jemand nicht mit den Händen massiert werden möchte.

Die Teilnehmer

Teilgenommen haben von der Goethe-Realschule : Jil Tecimen, Yaole Gohcen, Therese Friebe, Tino Homburg, Alex Tasdemir, Maurice Flory, Malte Arendt, Joanna Gerhadt und Ion-Ok Schulz.

Von der Städtischen Realschule waren dabei: Egor Korolev, Esma Meryem Evgen, Lea Fischer, Conor Foley, Alice Friesen, Amy Friesen, Nick Giesbrecht, Lea Marie Mester, Eileen Niestrat, Akkiz Parlak, Emma Valldorf und Anna Lindner.

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