Anastasija Stevanovic (17) aus Löhne nimmt am Regionalwettbewerb von »Jugend debattiert« teil Turbulente Debatten

Löhne-Bischofshagen (WB). Ist es sinnvoll, dass Minderjährige einen »Smartphone-Führerschein« machen? Anastasija Stevanovic sagt »Ja« – zumindest im Rahmen des Schulwettbewerbs Jugend debattiert, der am Friedrich-List-Berufskolleg (FLB) veranstaltet wurde. Die 17-Jährige und ein weiterer Schüler haben diesen Wettbewerb gewonnen.

Von Angelina Zander
Bei der Debatte um die Frage, ob Fast Food an Schulen verboten werden sollte, hat Anastasija die überzeugenden Argumente geliefert. Den Schulwettbewerb von »Jugend debattiert« gewann sie und nimmt nun am Regionalwettbewerb teil.
Bei der Debatte um die Frage, ob Fast Food an Schulen verboten werden sollte, hat Anastasija die überzeugenden Argumente geliefert. Den Schulwettbewerb von »Jugend debattiert« gewann sie und nimmt nun am Regionalwettbewerb teil. Foto: Angelina Zander

Anastasija Stevanovic hat sich damit für den Regionalentscheid des Rhetorikwettbewerbs qualifiziert. Dieser wird am Dienstag, 20. Februar, in Detmold ausgetragen.

Zufällig zum Debattieren gekommen

Zum Debattieren sei die Schülerin eher zufällig gekommen. »Bevor ich an das Berufskolleg gekommen bin, kannte ich den Wettbewerb gar nicht«, erzählt die 17-Jährige, die die zwölfte Klasse besucht. In ihrem ersten Jahr am FLB habe sie die Veranstaltung als Zuschauerin verfolgt. »Ich finde es ziemlich interessant, wenn verschiedene Argumente aufeinander treffen.«

Daher habe sie sich entschieden, zunächst am Klassenwettbewerb teilzunehmen. Aus jeder Klasse ist dabei ein Gewinner ermittelt worden. Acht Schüler des FLB debattierten dann in der vergangenen Woche im Schulwettbewerb in zwei Gruppen über den »Smartphone-Führerschein« und anonymisierte Klassenarbeiten. Anastasija Stevanovic musste bei der Debatte über den »Smartphone-Führerschein« die Pro-Seite vertreten. »Man konnte sich für keine Seite entscheiden. Man wurde zugeteilt«, erklärt sie.

Die 17-Jährige setzt auf Faktenargumente

Die 17-Jährige habe versucht, ihre Konkurrenten mit Faktenargumenten von ihrer Position zu überzeugen. »Ich habe sie über die Gefahren aufgeklärt. Zum Beispiel über kostenpflichtige Apps und Drittanbieter.« Die Finaldebatte des Schulwettbewerbs führten die Gewinner der beiden ersten Debatten über das Thema Fast Food an Schulen. Auch hier musste Anastasija Stevanovic die Pro-Seite vertreten.

»Auch da habe ich versucht, die Gegenseite über die Risiken aufzuklären.« Bei ihren Argumentationen setze sie vor allem auf Faktenargumente. Die gleiche Strategie wolle sie nach ihrem erfolgreichen Abschluss des Schulwettbewerbes auch beim Regionalwettbewerb verfolgen. Mit ihr wird ein weiterer Schüler des FLB daran teilnehmen.

Gründliche Vorbereitung in kurzer Zeit

Auf welche Themen sich die Teilnehmer vorbereiten müssen, sei noch nicht bekannt. »Wir kriegen die Fragen erst zehn Tage vorher«, sagt die Schülerin. Doch diese zehn Tage müssen gut genutzt werden, weiß Anastasija Stevanovic. Recherche sei für sie die wichtigste Grundlage, um eine Chance beim Debattieren zu haben. Daher bereite sie sich ausführlich vor, indem sie nach geeigneten Argumenten suche und diese auswendig lerne.

Doch in der etwa 25-minütigen Debatte sei es auch möglich, dass die passenden Argumente gerade nicht bereit stehen. Dann müsse man gut improvisieren. »Das ist mir zum Glück noch nicht passiert.« Beim Debattieren komme es aber vor allem auf den richtigen Ton an. »Manchmal kann es ziemlich turbulent werden.« Trotzdem müsse man dann höflich und souverän auftreten, um die Jury zu überzeugen

Die Konkurrenz wird größer

Auf den Regionalentscheid blicke sie zunächst optimistisch. Aber: »Die Konkurrenz steigt und es wird immer schwieriger, weiterzukommen.« Für den Fall, dass es nicht bis in die nächste Runde, zum Landeswettbewerb, reiche, freue sich die 17-Jährige, dass sie es so weit geschafft habe. Nach dem Landeswettbewerb folgt für die erfolgreichsten Teilnehmer des Rhetorikwettbewerbs der Bundeswettbewerb.

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