Skat-Vereine Löhne und Bad Oeynhausen schließen sich zusammen Gemeinsam gute Karten

Löhne-Obernbeck (WB). Die Skat-Vereine »Kreuz Ass Bad Oeynhausen« und »Mit Vieren Löhne« haben sich zusammengeschlossen. Denn gemeinsam sind sie bei Turnieren stärker. Ihr Ziel ist es, in die Bundesliga der Skat-Spieler aufzusteigen.

Von Frank Dominik Lemke
Der ehemalige Vorsitzende des Skat-Vereins »Mit Vieren Löhne«, Jürgen Petrowic (vorne, links), und der ehemalige Vorsitzende des Skat-Vereins »Kreuz Ass Bad Oeynhausen«, Torsten Huse, reichen sich die Hände und vereinen sich zum Verein »Kreuz Ass Löhne«.
Der ehemalige Vorsitzende des Skat-Vereins »Mit Vieren Löhne«, Jürgen Petrowic (vorne, links), und der ehemalige Vorsitzende des Skat-Vereins »Kreuz Ass Bad Oeynhausen«, Torsten Huse, reichen sich die Hände und vereinen sich zum Verein »Kreuz Ass Löhne«. Foto: Frank Dominik Lemke

Drei Jahre lang haben die beiden Vereine aus Löhne und Bad Oeynhausen überlegt, ob und wie sie sich zusammen schließen. Jürgen Petrowic als Vorsitzender von »Mit Vieren Löhne« und Torsten Huse als Vorsitzender von »Kreuz Ass Bad Oeynhausen« haben es nun Anfang des Jahres gewagt und sich zudem auf den neuen Namen geeinigt, der an die beiden ehemaligen Vereine erinnern soll: »Kreuz Ass Löhne«.

Zusammen stärker und attraktiver für neue Spieler

»Skat ist leider ein aussterbender Sport«, sagt Torsten Huse. Die Vereine hatten nur noch 13 (Bad Oeynhausen) beziehungsweise 18 Mitglieder (Löhne). Mit der neuen Mannschaftsstärke können sie jetzt stärker auftreten und sind für neue Spieler attraktiver.

Die 31 Mitglieder treffen sich jede Woche in der Gaststätte Semmler. Zu Beginn des Spiels werden zehn Karten ausgeteilt, zwei liegen blind in der Mitte. Sobald die Spieler ihr Blatt in der Hand auffächern, beginnen sie, sich ihre Strategie zu überlegen: Spiele ich auf Farbe, ein Solo, oder versuche ich doch ein Nullspiel? Was gibt das Blatt her? Und wie sieht die Mimik der Anderen aus? Ein geübter Skat-Spieler kann aus der Körpersprache seines Gegners ablesen, ob er zufrieden mit seinem Blatt ist oder nicht.

»Ha, ihr habt doch nichts auf der Hand«, sagt Manfred Knefelkamp und lehnt sich auf seinem Stuhl zurück. »Pik einfach, oder?«, fragt Jörg Hagemeier und Manfred Knefelkamp nickt: »Pik einfach. Ich höre.«

Strategie und ein gutes Gedächtnis beim Spiel sind angesagt

Der erste Stich dieser Runde geht an Horst Mamet, der still die Spielzüge von Manfred Knefelkamp verfolgt. Die drei Spieler werfen eine Karte nach der anderen. Manfred Knefelkamp scheint ein richtig gutes Blatt auf der Hand zu haben. Mit am Tisch sitzt Torsten Huse, der Vorsitzende des neuen Vereins, und verfolgt aufmerksam das Spiele.

Diese Runde geht schnell vorbei, da alle drei ihre Karten eine nach der anderen in die Mitte werfen. Am Ende gewinnt Manfred Knefelkamp und erntet die Anerkennung seiner Freunde. »Fehlerfrei gespielt«, sagt Torsten Huse. Er notiert die Punkte dieser Runde, während Horst Mamet die Karten bereits neu mischt.

Wer beim Skat gewinnen will, braucht Strategie, Mathematik und Psychologie. Das Spiel ist verwandt mit Rommé und Doppelkopf, allerdings weitaus komplexer. »Sehr von Vorteil ist es, wenn Sie alle bereits gelegten Karten im Kopf behalten und daran Ihre weiteren Spielzüge ausrichten«, sagt Torsten Huse. Ein gutes Gedächtnis sei wichtig.

Erste Erfolge bereits verbucht

Damit hat »Kreuz Ass Löhne« bereits erste Erfolge gefeiert. Bei den Einzelmeisterschaften der Verbandsgruppe hat der Verein dieses Jahr die ersten drei Plätze belegt: 1. Karsten Rittinghaus, 2. Axel Jarzembowski und 3. Uwe Limp. Bei den Senioren gewann Horst Mamet den ersten Platz.

»Dass ein Verein die ersten drei Plätze plus den ersten Platz bei den Senioren belegt, das hat es in der Verbandsgruppe Westfalen-Lippe noch nie gegeben«, sagt Torsten Huse.

Derzeit spielt die erste Mannschaft des Vereins in der Regionalliga. Die Spieler fahren regelmäßig zu Turnieren in ganz Deutschland. Ihr ehrgeiziges Ziel ist die Bundesliga. In zwei bis vier Jahren will »Kreuz Ass Löhne« ganz oben mitspielen.

Die Übungsabende sind jeweils donnerstags um 19 Uhr in der Gaststätte Semmler in Obernbeck. Erfahrene Spieler und Interessierte sind willkommen.

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