Gesamtschüler zeigen Abi-Varieté »Abiwood – Auf der Suche nach dem besten Schnitt« Talentshow vor dem Klausuren-Stress

Löhne (WB). Sie feiern die Ruhe vor den Klausuren: Die Abiturienten der Bertolt-Brecht-Gesamtschule haben am Wochenende zwei Mal ihre Talente in einem großen Varieté gezeigt. Zum Programm unter dem Motto »Abiwood – Auf der Suche nach dem besten Schnitt« gehören vor allem Filme, aber auch Sketche.

Von Jenny Karpe
In der Schule finden sich unterschiedlichste Typen – auch in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule. Das beweisen die Abiturienten in einem Sketch. Neben dem »Ständig-Esser« gibt es auf ihrer Bühne unter anderem auch den »Schnorrer« oder den »Laufzettelsammler.«
In der Schule finden sich unterschiedlichste Typen – auch in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule. Das beweisen die Abiturienten in einem Sketch. Neben dem »Ständig-Esser« gibt es auf ihrer Bühne unter anderem auch den »Schnorrer« oder den »Laufzettelsammler.« Foto: Jenny Karpe

Schüler Michael Kapiza (19) ist für die Videos verantwortlich. »Wir haben im Dezember gedreht und zur selben Zeit mit den Bühnenproben angefangen. Da wir nur ein kleiner Jahrgang sind, haben wir all unsere Möglichkeiten ausgeschöpft«, sagte er.

46 Gesamtschüler der 13. Klasse werden nach den Osterferien die Abiturklausuren schreiben. In der Aula der Bertolt-Brecht-Gesamtschule gab es Freitagabend und Sonntagnachmittag jeweils eine zweistündige Aufführung, die mottogetreu mit rotem Teppich und Popcorn begleitet wurde.

Hollywood lässt grüßen

Das Thema »Abiwood« setzten die Schüler in Parodien auf Filme wie »Bad Teacher« oder »High School Musical« um. Die Jagd nach einer Freistunde anstelle von Vertretungsunterricht wurde in einem Film schnell zu einer »Mission Impossible«, »Fack ju Göthe« wurde in einem Video über die Italien-Stufenfahrt zu »Fack ju Brecht«.

Zwischen den Videos stellten die Abiturienten Schülertypen vor oder versteigerten einander. Michael Kapiza wurde so für eine Breakdance-Nummer ergattert, drei Schülerinnen stellten sich als Kellnerinnen bereit, ein anderer bot eine private Surfstunde an.

»Das Geld fließt in unseren Abi-ball, unsere Vorgänger haben das auch gemacht«, sagte Schüler Timon Schiewer (19). »Für viele von uns ist es das erste Mal, dass sie auf der Bühne stehen.« Die Aufregung merkte man den Schülern nicht an, die auch bei technischen Problemen gelassen bleiben.

Zum Abschluss singt der Chor

»Durch das Varieté meines Sohnes, der vor zwei Jahren Abitur gemacht hat, bin ich natürlich mit gewissen Erwartungen gekommen«, sagte Frank Petermann. »Ich finde, dass meine Tochter und ihre Mitschüler hier für einen lustigen Abend sorgen.«

Tatsächlich haben die Abiturienten beinahe alles in Eigenregie organisiert. Eine Ausnahme bildete da der Chor, der am Ende des Varietés den Song »We’re All In This Together« aus dem Film »High School Musical« sang. Hier half Musiklehrerin Lydia Meyer in den Mittagspausen aus.

»Wir haben geübt, wie man sich auf einer Bühne bewegt und wie man laut und deutlich spricht«, sagte Michael Kapiza. »Die beiden Aufführungen haben wir vor unsere Projektwoche gelegt, damit wir uns erst den einen Stress machen und dann den anderen.«

Denn in der kommenden Woche findet der Spaß vorerst ein Ende: Während alle Klassen der Bertolt-Brecht-Gesamtschule eine Projektwoche zu einem bestimmten Thema haben, müssen die Abiturienten für ihre Vorabitur-Klausuren büffeln. Wie auch beim Varieté werden die Schüler das vor allem gemeinsam erledigen.

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