Feuer am Neujahrsmorgen am Urnenkamp: Ermittlungen dauern an Leuchtpatrone hat Brand verursacht

Löhne-Obernbeck (WB/sg). Bei dem Gegenstand, der am Neujahrsmorgen einen Dachstuhlbrand an einem Wohnhaus am Urnenkamp verursacht hat, handelt es sich nach ersten Ermittlungen der Polizei um eine Leuchtpatrone, wie sie in der Regel aus einer Signalpistole abgefeuert wird.

Die Leuchtpatrone war auf dem Dach des Hauses gelandet und hatte dort einen Schwelbrand verursacht. Archiv-
Die Leuchtpatrone war auf dem Dach des Hauses gelandet und hatte dort einen Schwelbrand verursacht. Archiv- Foto: Toppmöller

»Diese Art der Leuchtmunition ist an einem kleinen Fallschirm befestigt, um den Fall des Körpers zu verlangsamen und somit einen bestimmten Geländeabschnitt auszuleuchten«, heißt es im Polizeibericht. Es sei aber noch ungeklärt, ob es sich um einen erlaubnisfreien oder einen verbotenen Gegenstand handelt.

»Es gibt beispielsweise eine sogenannte Vorfeldbeleuchtung, die erlaubnisfrei ist«, sagt der Sprecher der Kreispolizei, Steven Haydon, auf Anfrage. Weiter gebe es Leuchtmunition, die von Inhabern eines Bootsführerscheines benutzt werden dürfe, oder auch solche, die dem Waffengesetz unterliegen. Deshalb werde die Patrone weiter auf die Beschaffenheit der darin enthaltenen Plättchen untersucht, die darüber Aufschluss geben können.

Je nach Ergebnis könnte die Benutzung – abhängig auch von der Zweckgebundenheit – dann einer Ordnungswidrigkeit bis hin zu einer Straftat nach dem Waffengesetz zugeordnet werden.

Auf jeden Fall sollen die Ermittlungen im Rahmen der Möglichkeiten fortgesetzt werden, da es sich definitiv um den Straftatbestand der fahrlässigen Brandstiftung handele. Sachdienliche Hinweise möglicher Zeugen nimmt die Polizei unter Telefon 05221/888-0 entgegen.

Die Leuchtpatrone hatte am frühen Neujahrsmorgen einen Schwelbrand im Dachstuhl des Hauses verursacht. Eine 77-jährige Bewohnerin war aufgrund der akustischen Warnungen eines im Schlafzimmer montierten Rauchmelders geweckt worden und konnte so unversehrt und rechtzeitig die Wohnung verlassen. Die Feuerwehr löschte den Brand. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 30 000 Euro.

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