Theatergruppe der Kirchengemeinde Obernbeck präsentiert »Ein Haufen Lügen« Spionage-Stück kommt auf die Bühne

Löhne-Obernbeck(WB). Vertrauen oder Verrat? Zwei befreundete Familien finden sich in einem Netz aus Lügen wieder, als ein Polizist beginnt, eine der beiden Familien zu beschatten. Nach einer wahren Begebenheit feiert das Theaterstück »Ein Haufen Lügen« am Samstag, 4. Februar, im Gemeindehaus in Obernbeck Premiere.

Von Jenny Karpe
Hans-Wilhelm Homburg (hintere Reihe, von links), Marie-Luise Hagemeier, Nicole Kreft, Christian Homburg, Dirk Windmann und Susanne Strathmann sowie Ilsa Maria Graf (vorne, von links) und Vanessa Potthast bereiten sich auf die kommende Spielzeit vor. Am Samstag, 4. Februar, feiert das Stück »Ein Haufen Lügen« im Gemeindehaus in Obernbeck Premiere.
Hans-Wilhelm Homburg (hintere Reihe, von links), Marie-Luise Hagemeier, Nicole Kreft, Christian Homburg, Dirk Windmann und Susanne Strathmann sowie Ilsa Maria Graf (vorne, von links) und Vanessa Potthast bereiten sich auf die kommende Spielzeit vor. Am Samstag, 4. Februar, feiert das Stück »Ein Haufen Lügen« im Gemeindehaus in Obernbeck Premiere. Foto: Jenny Karpe

Barbara und Bob Jackson wohnen seit 20 Jahren in ihrem Haus. Seit fünf Jahren nennen sie Helen und Peter Kroger ihre Nachbarn und auch Freunde. Eines Tages erscheint der freundliche Polizist Mr. Stewart, der Barbara um einen Gefallen bittet: Er will mehr über das Leben ihrer Freunde wissen.

Stück beruht auf wahrer Begebenheit

Die Theatergruppe der evangelischen Kirchengemeinde Obernbeck hat für ihre nächste Spielzeit eine Spionagegeschichte ausgewählt, die in den 1960er-Jahren spielt und auf einer wahren Begebenheit beruht. Sie proben das Stück von Hugh Whitemore seit November dieses Jahres auch auf der Bühne, wo bereits das Gerüst des Bühnenbildes steht.

»In den nächsten Wochen wird es natürlich ein wenig stressig. Aber wir alle freuen uns auf das Stück und die Premiere. Es ist ausnahmsweise nicht heiter, sondern recht ernst«, sagte Gruppenleiter Hans-Wilhelm Homburg im Gespräch mit dieser Zeitung. »Wir haben lange überlegt, ob wir es wirklich spielen sollten, da heitere Stücke oft reger besucht werden, aber der Stoff ist es definitiv wert«, führte er in diesem Zusammenhang weiter aus.

Der große Reiz stecke darin, die spannende Geschichte aus dem kalten Krieg auf der Bühne zum Leben zu erwecken und den Fokus nicht auf die Spionage zu legen, sondern auf die Gewissensbisse von Barbara Jackson, die das Lügennetz als Erste bemerkt.

Geht es am Anfang des Stücks noch um belanglose Frühstücksprobleme, stellt Barbara Jackson (gespielt von Susanne Strathmann) schon bald fest: »Es tut sehr weh, so lügen zu müssen. Es ist wie ein schwerer Stein im Magen, ein richtig tiefer Schmerz. Den wird man nicht los.« Die Geschichte basiert auf dem Portland-Spionagering, der es Anfang der 1960er-Jahre auf geheime Unterlagen über Unterwasser-Abwehrwaffen der NATO abgesehen hatte. Eines der beiden Ehepaare, die nun durch die Theatergruppe dargestellt werden, wurde durch ihre Verstrickungen zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

Termine und Kartenvorverkauf auf einen Blick

Die Premiere ist am Samstag, 4. Februar, um 20 Uhr im Gemeindehaus Obernbeck. Weitere Termine sind dort am Freitag, 10. Februar, am Samstag, 11. Februar, um 20 Uhr sowieso am Sonntag, 12. März, um 18 Uhr. Am Freitag, 3. März, und Samstag, 4. März, gibt es zwei Aufführungen in der Werretalhalle.

Karten sind von Januar an im Gemeindebüro der Kirchengemeinde Obernbeck, Telefon 05732/2204, erhältlich. Geöffnet ist es regulär dienstags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 11 Uhr sowie mittwochs in der Zeit von 15 bis 18 Uhr. Karten gibt es zudem über die Mitglieder der Theatergruppe sowie bei Hans-Wilhelm Homburg, Telefon 0151/21045265.

Für die Vorstellungen in der Werretalhalle beginnt der Kartenvorverkauf Anfang Februar über das Kulturbüro der Stadt Löhne, Telefon 05732/100556.

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