Wie Bernd K. aus Löhne seine Macht ausübte und die Heimaufsicht versagte Heimleiter zwingt Mädchen zur Verhütungsspritze

Löhne (WB). Im Fall des früheren Kinderheimleiters Bernd K. (67) aus Löhne, der am Dienstag vor Gericht den Missbrauch von Mädchen und Jungen gestanden hat, hat die Heimaufsicht durch das Landesjugendamt in Münster ganz offensichtlich versagt.

Von Christian Althoff
Der Verein »Westfälisches Jugendwerk« hat seinen Sitz in Löhne und besitzt nach Angaben des früheren Vorsitzenden mehrere Häuser.
Der Verein »Westfälisches Jugendwerk« hat seinen Sitz in Löhne und besitzt nach Angaben des früheren Vorsitzenden mehrere Häuser.

 Bernd K. war Vorsitzender des von ihm gegründeten Vereins »Westfälisches Jugendwerk e.V.« und betrieb Heime in Löhne, Hüllhorst und Cuxhaven. Rechtsanwältin Sabine Blöbaum aus Herford, die eines der Opfer vertritt, bestätigte, dass es schon früh Hinweise auf ein Fehlverhalten des Sozialpädagogen gegeben habe.

»Das ging schon 1995 los.« Es hätten zwar Gespräche des Landesjugendamts mit K. stattgefunden, der wohl zugesagt habe, dass sich die Zustände ändern würden. »Aber es hat niemand bei den Kindern nachgehakt, ob sich die Situation wirklich gebessert hat«, sagt die Rechtsanwältin. Schon damals soll Bernd K. Mädchen mit Vaginal-Creme eingerieben haben. »2003 hat es dann nochmal einen Hinweis ans Jugendamt Bünde und ans Landesjugendamt gegeben. Aber die Behörden haben den Mädchen nicht geglaubt.«

Sabine Blöbaum vertritt ein Opfer, das von Bernd K. gezwungen wurde, sich von ihm eine Drei-Monats-Verhütungsspritze geben zu lassen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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