Frank Rieke und Klaus Westerholz weiter an der Spitze – Mitgliederzahl bleibt stabil Feuerwehr setzt auf Bewährtes

Kirchlengern (BZ). Frank Rieke und Klaus Westerholz stehen für weitere sechs Jahre an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Kirchlengern. Auf der Wehrversammlung im Forum der Erich-Kästner-Gesamtschule wurde außerdem auf das Jahr 2017 zurückgeblickt. Die Personalentwicklung bleibt das wichtigste Thema.

Von Raphael Steffen
Frank Rieke, Klaus Westerholz, Rüdiger Meier, Wolfgang Hackländer und Silke Vahrson-Hildebrand konnten mehrere Ehrungen und Beförderungen vornehmen.
Frank Rieke, Klaus Westerholz, Rüdiger Meier, Wolfgang Hackländer und Silke Vahrson-Hildebrand konnten mehrere Ehrungen und Beförderungen vornehmen. Foto: Raphael Steffen

Rieke dankte den Wehrleuten für das in ihn gesetzte Vertrauen und versprach: »Klaus und ich werden euch nicht enttäuschen und die Feuerwehr Kirchlengern weiter auf Kurs halten.« An die Jugendfeuerwehr gerichtet erklärte er: »Ihr seid die Zukunft von morgen.« Dank ihrer Werbekampagnen konnte die Feuerwehr ihre Mitgliederzahlen stabilisieren. In 2017 lagen sie bei 111 Aktiven, darunter 18 Frauen. Die Nachwuchsabteilung wuchs auf 57 Jungen und Mädchen an. Westerholz mahnte aber auch: »Wir dürfen nicht nachlassen. Die Mitgliederwerbung bleibt eine wichtige Aufgabe.« Vier Mitglieder der Ehrenabteilung sind letztes Jahr verstorben.

Das Miteinander passt

Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer, der Ende August seine Stelle aufgibt, konnte feststellen: »Das Miteinander passt in Kirchlengern. Ihr habt euch nicht auf das Land verlassen, sondern auch eigene Aktionen gestartet.« Außerdem informierte er über den neu eingesetzten Seelsorger Dieter Wollersheim, der den Wehrleuten in Zukunft nach belastenden Erfahrungen beistehen wird. Silke Vahrson-Hildebrand vom Ordnungsamt des Kreises sagte mit Blick auf das Vereinsleben und die Arbeit in Kirchlengern: »Ihr könnt stolz auf euch sein.«

Bürgermeister Rüdiger Meier, selbst in der Bünder Wehr aktiv, würdigte die Kameraden als »festen Stützpfeiler« und »Spiegelbild der Gesellschaft«. Die Ehrenabteilung leiste im Kampf gegen soziale Vereinsamung im Alter zudem ein gutes Stück Sozialarbeit. Meier sagte: »Die Aufgaben der Feuerwehr haben sich stark gewandelt. Sie ist immer öfter Wasserwehr oder Ölwehr.« Er verwies auf die vom Rat bewilligten 1,6 Millionen Euro Investitionen, um Ausrüstung und Gebäude zu verbessern.

125 Einsätze in 2017

2017 absolvierte die Feuerwehr Kirchlengern 125 Einsätze, darunter einen Großbrand und – wegen Sturm »Friederike« – 12 Hilfen bei Wasser- und Sturmschäden. Außerdem schnellten die Zahlen bei den Alarmen durch Brandmelder nach oben; Westerholz sprach hier von einer »hohen Anzahl an Fehlmeldungen«.

Erwähnenswert war ferner der Weiterbildung von Stefan Kröger zum Brandschutztechniker im Rahmen einer Vielzahl an Ausbildungsteilnahmen. Als ein besonderer Höhepunkt im vergangenen Jahr galt wieder einmal das gut besuchte Feuerwehrfest in Südlengern.

Ehrungen und Beförderungen

Geehrt wurden Unterbrandmeister Siegfried Sieker (40 Jahre Mitgliedschaft), Hauptbrandmeisterin Stefanie Telthörster-Kröger (25 Jahre) und Unterbrandmeister Andreas Kröger (35 Jahre).

Vorgenommen wurden außerdem folgende Beförderungen: Christina Stor zur Hauptfeuerwehrfrau, Marcel Pott zum Unterbrandmeister, Carsten Schröder zum Brandmeister, Lars Petring zum Oberbrandmeister, Michael Ober-Kassebaum zum Brandoberinspektor.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.