Stiftsfeldstraße: Gemeindeverwaltung Kirchlengern sieht keinen Handlungsbedarf Anwohner fordern Rüttelstreifen

Kirchlengern (WB). Gleich zwei Tagesordnungspunkte der kommenden Sitzung des Kirchlengeraner Planungs- und Verkehrsauschusses werden sich mit der Stiftsfeldstraße beschäftigen. Weil sie meinen, dass dort zu schnell gefahren wird, fordern Anlieger verkehrsberuhigende Maßnahmen.

Von Daniel Salmon
Laut Meinung der Anlieger habe der Verkehr auf dem nördlichen Teil der Stiftsfeldstraße im Laufe der Zeit stark zugenommen – auch mit Blick auf die dort gefahrenen Geschwindigkeiten. Sie fordern daher »verkehrsberuhigende Maßnahmen.
Laut Meinung der Anlieger habe der Verkehr auf dem nördlichen Teil der Stiftsfeldstraße im Laufe der Zeit stark zugenommen – auch mit Blick auf die dort gefahrenen Geschwindigkeiten. Sie fordern daher »verkehrsberuhigende Maßnahmen. Foto: Daniel Salmon

In einem Schreiben haben sich gleich mehrere Anwohner des Bereichs an die Gemeindeverwaltung gewandt. Ihrer Meinung nach habe der Verkehr auf dem nördlichen Teil der Stiftsfeldstraße im Laufe der Zeit stark zugenommen – auch mit Blick auf die dort gefahrenen Geschwindigkeiten. Diese seien »gefährlich hoch«. Einem dort aufgestelltes Ortseingangsschild, ab dem Tempo 50 gilt, werde laut Aussage der Bürger keine Beachtung geschenkt.

Anlieger: Autofahrer fahren zu schnell

Zudem würden Autofahrer die geltenden Vorfahrtsregelungen an den Einmündungen zur Klosterhofstraße und zum Birkenfeldweg »konstant« missachten. Das sei problematisch, da ein Teil der Stiftsfeldstraße gerne von Fußgänger und Radler frequentiert werde. »Es grenzt an ein Wunder, dass es bisher noch nicht zu ernsten Zwischenfälle gekommen ist«, formulieren die Anlieger in ihrem Antrag.

Vor diesem Hintergrund fordern sie, dass auf dem Abschnitt der Stiftsfeldstraße zwischen Einmündung des Hökenbrügger Wegs bis hin zum Ortsausgang sogenannte Rüttelstreifen (Querrillen) angebracht werden, um die Verkehrssituation zu entspannen und etwaige Raser auszubremsen. In einem weiteren Antrag meldet sich ein Bürger mit dem gleichen Anliegen zu Wort, schlägt aber eine Verkehrsberuhigung auf der Strecke durch das Anbringen von Gummipollern vor.

Verkehrsmessungen durchgeführt

Im Zuge der Anregungen hatte die Gemeindeverwaltung sich die Situation vor Ort angeschaut und Mitte vergangenen Dezembers eine 24-Stunden-Verkehrsmessung durchgeführt. Folgendes Ergebnis wurde ermittelt: »Die Belastung belief sich dabei auf 481 Fahrzeuge, wovon 85 Prozent nicht schneller als 53 km/h gefahren sind.« Die gemessene Höchstgeschwindigkeit wird mit 83 km/h angegeben. Bei Messungen aus den Jahren 2013 und 2016 habe es ähnliche Ergebnisse gegeben. Weiterhin habe es laut Feststellung der Kreispolizeibehörde in dem Bereich in den vergangenen Jahren keine Verkehrsunfälle gegeben.

Die Verwaltung weist ebenfalls darauf hin, dass der Kirchlengeraner Verkehrsausschuss bereits 2003 festgelegt habe, »dass Verkehrsberuhigungen erst bei einer Anzahl von 450 Autos – innerhalb von 24 Stunden – infrage kommen«. Diese Anzahl sei lediglich bei der jüngsten Messung »knapp überschritten« worden.

Das letzte Wort hat die Lokalpolitik

Aus Sicht der Gemeinde werde daher eine Ausführung der von den Bürgern beantragten geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen auf der Stiftsfeldstraße nicht em­pfohlen. Alternativ werde vorgeschlagen, »die Verkehrsteilnehmer durch den regelmäßigen Aufbau der gemeindlichen Geschwindigkeitsanzeigetafel verstärkt für die Höchstgeschwindigkeit zu sensibilisieren«.

Das letzte Wort in der Sache haben aber die Ausschussmitglieder. Der Gremium tagt am Mittwoch, 28. Februar, ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses

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