Sternsinger in der Gemeinde Kirchlengern unterstützen Projekt gegen Kinderarbeit An zwei Tagen 1430 Euro gesammelt

Kirchlengern (WB). Wohl als letzte der örtlichen Gemeinden haben sich die Sternsinger der katholischen Kirche Kirchlengern/Stift Quernheim auf den Weg gemacht, um den Segen »20*C+M+B*18« (Gott segne dieses Haus) in 36 Familien und Haushalte, in die Kindertagesstätte »Zwergennest« in Hüllhorst und ins Rathaus Kirchlengern zu Bürgermeister Rüdiger Meier zu bringen.

Als Sternsinger waren Shantia Barakat, Hannes Bornemann, Friederike Bornemann, Valerie Bornemann, Leon Brant, Amy Fabrizius, Leonie Fabrizius, Cayden Fuhst, Lea Mochnik und Wilhelm Wiens unterwegs.

Der Aussendungsgottesdienst brachte der Gemeinde und den Sternsingern näher, wofür in diesem Jahr gesammelt wurde, nämlich für die Eindämmung der Kinderarbeit. Unter dem Motto »Gemeinsam gegen Kinderarbeit« war Indien als Beispielland ausgewählt. In einem Film wurde anhand zweier indischer Mädchen deutlich, unter welchen Bedingungen Kinder überall auf der Welt arbeiten müssen, um ihre Familie zu unterstützen.

Sternsinger opfern ihre Freizeit gerne

Ein achtjähriges Mädchen arbeitet bereits seit zwei Jahren, nachdem der Vater verstorben war. Sie muss Glasringe über einer Gasflamme zu Armreifen zusammenschmelzen, die hierzulande als Modeschmuck verkauft werden. Das zweite Mädchen hat es etwas besser. Sie darf von Montag bis Samstag vormittags zur Schule gehen und knüpft von 14 bis 22 Uhr sowie am Sonntag Teppiche, ebenfalls für einen sehr geringen Lohn. Dass sie überhaupt zur Schule gehen darf, hat sie einem Hilfsprojekt zu verdanken.

Um solche Projekte weiterhin unterstützen zu können, haben die Sternsinger einen Teil ihrer Freizeit geopfert und an zwei Tagen 1430 Euro gesammelt. Dieses Geld wird in ein Hilfsprojekt gegen Kinderarbeit fließen.

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