Gaukler und Händler schlagen ihre Zelte rund um die Seniorenresidenz auf Großer Andrang beim Mittelaltermarkt

Kirchlengern (WB). So etwas hat es in Klosterbauerschaft noch nie gegeben. Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich der Ortskern rund um die Seniorenresidenz am Wochenende in ein mittelalterliches Dorf – und sorgte drei Tage lang für einen riesigen Besucheransturm.

Von Annika Tismer
Die Mitglieder der Gruppe »Omentie Tribal Style« zeigen mittelalterliche Bauchtänze und begeistern mit ihren Kostümen.
Die Mitglieder der Gruppe »Omentie Tribal Style« zeigen mittelalterliche Bauchtänze und begeistern mit ihren Kostümen.

Auf eine gute Veranstaltung hatten die Organisatoren des ersten Klosterbauerschafter Mittelaltermarktes gehofft. Mit einem solchen Zuspruch und Andrang hatte aber wohl kaum jemand gerechnet. Viele Mittelalterfreunde aus der gesamten Region waren gekommen, aber auch nahezu ganz Klosterbauerschaft schien auf den Beinen zu sein.

Rund um die Seniorenresidenz hatten 20 Händler und fünf Lagergruppen ihre Zelte und Stände aufgebaut, es gab mittelalterliche Speisen, Musik, Tanz und reichlich Handwerk. Silke Potthast zum Beispiel verkaufte handgefertigten Schmuck, Richard von Waldfels präsentierte Edelsteine und Mineralien.

Viele Besucher und Akteure zeigten sich in mittelalterlichen Gewändern, sie nahmen entspannt auf der Wiese Platz, beobachteten das mittelalterliche Treiben und hörten der Musik zu. Beim Bogenschießen durften sich die Besucher selber ausprobieren. Reinhard der Zinngießer fertigte gemeinsam mit den Gästen Schmuckstücke.

All das kam bei den Besuchern bestens an. »Eine tolle Veranstaltung und eine echte Alternative zu anderen Mittelaltermärkten«, fand Leana Grewitsch.

Dass es in Klosterbauerschaft überhaupt ein Fest dieser Art und Größenordnung geben konnte, war vor allem dem Team der Seniorenresidenz und allen voran Leiterin Sabine Bolte zu verdanken. Aber auch ohne Peter Okken und Axel Kuetenbrink hätte das Fest nicht stattfinden können.

»Wir machen hier in der Seniorenresidenz jedes Jahr ein Sommerfest zu einem bestimmten Motto. Dieses Mal kam irgendwann die Idee auf, das Thema Mittelalter zu wählen«, sagte die Leiterin der Residenz. Mit Kuetenbrink und Okken hatte sie schnell Mitstreiter gefunden, die die erste Idee in die Realität umsetzen wollten.

»Von Anfang an war aber klar, dass ein solcher Aufwand nicht für einen Tag betrieben werden könnte«, sagte Okken. Und so wurde aus dem eintägigen Sommerfest eine dreitägige Großveranstaltung. Während am Freitagabend vor allem die Lager aufgebaut wurden, war das Fest am Samstag und Sonntag für alle Interessierten geöffnet.

»Von dem Ergebnis bin ich einfach nur begeistert. Die Bewohner sind zufrieden und alle unsere Gäste wohl auch«, freute sich Bolte. Von der enormen Zustimmung beeindruckt war auch Peter Okken. »Wir haben im Vorfeld gesagt, dass es einen zweiten Klosterbauerschafter Mittelaltermarkt geben wird, wenn der erste gut ankommt. Nun würde ich sagen: Dem steht nichts im Wege«, freute er sich.

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