Energie Westfalen Weser investiert in Kirchlengern Biogasanlage wird erweitert

Kirchlengern (WB). Die Energie Westfalen Weser GmbH investiert in diesem Jahr beträchtlich in die Erweiterung der Biogasanlage in der Nähe des Straßenverkehrsamtes.

Von Rainer Grotjohann
Norbert Darnauer, Dr. Andreas Brors, Landtagsabgeordnete Wibke Brems und Burkhard Scheiding (von links) vor dem Rohbau des dritten Gärrestlagers. Es hat ein Volumen von etwa 5000 Kubikmetern und eine Höhe von etwa acht Metern.
Norbert Darnauer, Dr. Andreas Brors, Landtagsabgeordnete Wibke Brems und Burkhard Scheiding (von links) vor dem Rohbau des dritten Gärrestlagers. Es hat ein Volumen von etwa 5000 Kubikmetern und eine Höhe von etwa acht Metern. Foto: Rainer Grotjohann

Darüber hat sich am Montag Wibke Brems, Sprecherin für Klimaschutz und Energiepolitik der Grünen im Düsseldorfer Landtag, informieren lassen. Die aus Gütersloh stammende Landtagsabgeordnete, begleitet von Burkhard Scheiding (Fraktionssprecher der Grünen im Gemeinderat), ließ sich von Norbert Darnauer (Energie Service Westfalen Weser) und Dr. Andreas Brors (Geschäftsführer Energieservice Westfalen Weser) die Anlage erläutern.

Die Diplom-Ingenieurin war im Rahmen der Aktion »Fraktion vor Ort« nach Kirchlengern gekommen. In dieser Besuchsreihe der Abgeordneten in ihren Wahlkreisen steht aktuell die Auseinandersetzung mit dem neuen Entwurf für das Erneuerbare Energien-Gesetz der Großen Koalition auf dem Plan.

Auf dem Areal nahe des Kraftwerks und der Else lässt das Energieunternehmen derzeit ein drittes Gärrestlager erbauen. Es fasst etwa 5000 Kubikmeter, hat einen Durchmesser von 25 und eine Höhe von acht Metern. Kostenpunkt: etwa 700.000 Euro. Nicht die einzige Großinvestition; Für 900.000 Euro wird ein zweiter gasbetriebener Motor gebaut. Er wird, so Darnauer, eine Leistung von 960 KW haben, nur etwas weniger als das bereits vorhandene Aggregat. Dieses kann 8 Millionen KW produzieren. Das entspricht dem Strombedarf von etwa 1000 Haushalten.

Das sichere Flexibilität bei der Stromversorgung, sagte Wibke Brems. So werde die seit Frühjahr 2008 laufende Biogasanlage in die Lage versetzt, auf sich ständig verändernde Situationen reagieren zu können. Das heißt: Je nach Bedarf wird mehr oder weniger Strom ins Netzt eingespeist. 

Gefüttert wird die Biogasanlage zu 75 Prozent mit Mais, etwa 15 Prozent entfallen auf Hähnchenkot, der Rest (im Winter) auf Zuckerrüben. Die Silos haben eine Kapazität von 25.000 Tonnen.

Während der 14-tägigen Erntezeit für Mais rollen die Transporte im Fünf-Minuten-Takt auf die Waagen der Anlage. »Aber nicht quer durch den Ort«, hielt Norbert Darnauer fest. Um den Ortskern so wenig wie nur möglich zu belasten, sind bestimmte Streckenführungen vorgeschrieben.

Sicherheitsaspekte seien schon beim Bau der Biogasanlage in besonderem Maße berücksichtigt worden, schließlich liegt das Areal unmittelbar am Elseufer. Deshalb ist die Anlage von allen Seiten mit einem Wall umgeben worden. »Für den Fall einer Havarie würde sich diese auf unser eigenes Gelände beschränken«, erläuterte Darnauer.

Und ein solcher Unglücksfall würde – hoffentlich – glimpflich verlaufen. In den Erdboden könnte nichts einsickern. Unter dem gesamten Komplex ist eine dicke Schutzfolie verlegt worden.

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