Letzter Bauabschnitt soll schon am Wochenende für den Verkehr geöffnet werden B 239 wird eher fertig

Kirchlengern (WB). Das wird nicht nur zahlreiche Kirchlengeraner Autofahrer freuen: Bereits ab diesem Wochenende wird auch die letzte Sperrung nach der Sanierung eines Teilstücks der B 239 aufgehoben – gut vier Wochen früher als geplant.

Von Daniel Salmon
Nach gut sieben Wochen sollen die Sanierungsarbeiten an der B 239 in den kommenden Tagen komplett abgeschlossen sein. »Der Asphalt ist komplett drauf. Es stehen am letzten Teilstück nur noch einige Restarbeiten an«, sagt Peter Bohmann von Straßen NRW.
Nach gut sieben Wochen sollen die Sanierungsarbeiten an der B 239 in den kommenden Tagen komplett abgeschlossen sein. »Der Asphalt ist komplett drauf. Es stehen am letzten Teilstück nur noch einige Restarbeiten an«, sagt Peter Bohmann von Straßen NRW. Foto: Hilko Raske

Eigentlich war die komplette Fertigstellung der Fahrbahn für Anfang Oktober geplant, wie Peter Bohmann von der Bielefelder Niederlassung des Landesbetriebs Straßen NRW auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. »Das mit den Arbeiten beauftragte Unternehmen war wirklich sehr schnell«, so der Sachbearbeiter.

Seit Anfang Juli sorgten Sanierungsmaßnahmen an der Bundesstraße zwischen dem Kreisel in Oberbehme und dem Hüller Kreuz für Verdruss bei zahlreichen Autofahrer. Denn auf den Umleitungsstrecken – beispielsweise auf der Fiemer Straße und der Lübbecker Straße in Kirchlengern – herrschte an manchen Tagen kaum ein Durchkommen, der Verkehr staute sich teils über mehrere Kilometer.

Derzeit müssen Verkehrsteilnehmer auf der Lübbecker Straße in Spradow bis hin zum Hüller Kreuz aufgrund des letzten B 239-Bauabschnitts noch längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

»Die Sanierung der Strecke war unbedingt notwendig geworden. Auf der Fahrbahn hatten sich zahlreiche Spurrillen und Risse gebildet«, sagt Peter Bohmann. Gut eine Million Euro habe die Maßnahmen gekostet. Bereits seit zwei Wochen sind ersten vier Bauabschnitte der 4,6 Kilometer langen Strecke – vom Oberbehmer Kreisverkehr bis zur Auffahrt Fiemer Straße – für den Verkehr freigegeben.

Vorläufige Geschwindigkeitsbegrenzung

Momentan müssen Autos und Lastwagen auf dem neuen Teilstück der Bundesstraße noch etwas langsamer fahren. Bohmann: »Dort ist aktuell nur Tempo 50 erlaubt, denn der Asphalt ist noch neu.« Daher sei noch keine optimale Griffigkeit gegeben. Diese soll von einem Messwagen in gut acht Wochen überprüft werden. »Und wenn dann alles passt, werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben«, sagt der Straßen-NRW-Mitarbeiter.

In einer lokalen Facebook-Gruppe hatten sich derweil einige Nutzer über den neuen Straßenbelag auf der B 239 echauffiert. Demnach war ein User schockiert über den Zustand der Asphaltdecke. Unebenheiten und Bodenwellen will auf er auf den freigegebenen Streckenabschnitten ausgemacht haben. »Da war die alte Asphaltdecke ja noch angenehmer zu befahren«, lautete sein Urteil, dem sich mehrere Nutzer des Sozialen Netzwerks anschlossen.

Strecke wird noch überprüft

»Ich bin bereits selber über die betreffenden Abschnitte gefahren, fand aber nichts Gravierendes«, reagiert Peter Bohmann auf die Vorwürfe. Lediglich beim Übergang der Fahrbahn auf die Elsebrücke »kann es zu Schlägen« kommen. Der Sachbearbeiter betont allerdings, dass Straßen NRW die sanierte Strecke ohnehin noch kontrollieren müssen.

»Wir werden die Ebenheit der Straße mit einem Planographen messen. Wenn wir merken, dass die festgesetzten Toleranzwerten überschritten werden, wird das mit der Sanierung betraute Unternehmen zur Rechenschaft gezogen und es gibt einen Abzug vom Vertragspreis«, sagt der Fachmann. Sollten die Kontrollwerte zu stark von den Vorgaben abweichen, müsse man sich etwas überlegen, gesteht Bohmann ein. Er ergänzt: »Aber von diesem Fall gehe ich erst einmal nicht aus «

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