Stephanusgemeinde äußert Wünsche zu den Bewerbern Pastor gesucht!

Hiddenhausen (WB). 33 Jahre ist Ulrich Rottschäfer jetzt Pfarrer in Hiddenhausen. Im Sommer geht er in den Ruhestand. Das stellt die Gemeinde vor eine Herausforderung. Ein Nachfolger muss nun gefunden werden.

Von Karin Koteras-Pietsch
Pfarrer Martin Brings ist Vorsitzender der Stephanusgemeinde. Unter seiner Leitung wird ein neuer Pfarrer unter anderem für die Hiddenhauser Kirche (Foto) und Lippinghausen gesucht. In dieser Woche hat er die Gemeindemitglieder dazu befragt.
Pfarrer Martin Brings ist Vorsitzender der Stephanusgemeinde. Unter seiner Leitung wird ein neuer Pfarrer unter anderem für die Hiddenhauser Kirche (Foto) und Lippinghausen gesucht. In dieser Woche hat er die Gemeindemitglieder dazu befragt. Foto: Koteras-Pietsch

Eigentlich ist es Aufgabe des Presbyteriums der evangelisch-lutherischen Stephanusgemeinde, sich um die Nachfolge zu kümmern. In Hiddenhausen tut dieses Gremium das aber nicht, ohne die Gemeinde nach ihrer Meinung zu fragen. So geschehen in dieser Woche. Rund 70 Gemeindemitglieder vor allem aus Hiddenhausen und Lippinghausen – das sind die Bezirke, die Pastor Rottschäfer betreut hat und um die es auch bei der Neubesetzung der Pfarrstelle geht – kamen ins Rabeneck-Haus, um ihre Wünsche an einen neuen Pfarrer auszudrücken. Moderiert wurde der Abend von Pastor Martin Brings, Vorsitzender der Stephanusgemeinde.

Der Pfarrer muss die ganze Gemeinde im Blick haben

»Es muss auf jeden Fall jemand sein, der teamfähig ist«, waren sich die meisten der Anwesenden einig. Der zu betreuende Bereich des neuen Pastors, so Brings, sei zwar Hiddenhausen und Lippinghausen, aber schließlich sei es ein Pfarrer der Stephanusgemeinde und müsse alles im Blick haben. Darüber hinaus, so Brings, wünsche sich die Gemeinde jemanden, der in der Seelsorge sein Herz hat, der das Wort Gottes an den Menschen zu bringen weiß und der eine guten Kontakt zur Jugendarbeit beziehungsweise zu den Jugendmitarbeitern hat. Das seien keine unrealistischen Wünsche, meinte Brings.

Er räumte aber auch ein, dass »man erst einmal schauen muss, wer da kommt und was er oder sie mitbringt.« Jeder solle die Chance haben, »seins einzubringen«. Die Gemeindemitglieder äußerten den Wunsch, den Entscheidungsprozess begleiten zu dürfen. Dazu werden sie laut Brings nach Probepredigt und Probeunterricht der Kandidaten Gelegenheit haben. »Dann werden die Mitglieder des Presbyteriums hören, wie die Kandidaten bei der Gemeinde ankommen«, meint der Gemeinde-Vorsitzende.

Nachfolger-Suche wird nicht einfach

Noch in diesem Monat wird der Antrag auf die Wiederbesetzung der Stelle bei der Landeskirche eingehen. »Wir gehen fest davon aus, dass die Stelle weiter genehmigt wird«, meinte Martin Brings. Anschließend werde es eine Ausschreibung geben, für März rechnet das Presbyterium mit ersten Bewerbungen.

Brings ist sich darüber im Klaren, dass es nicht einfach sein wird, einen Nachfolger für Ulrich Rottschäfer zu finden. Früher, so berichtet er, habe es immer genügend Bewerber gegeben. Das sei heute anders. »Die Arbeit hat sich verändert. Heute gehören 80 Prozent der Arbeitskraft den strukturellen Aufgaben, dafür zu sorgen, dass es in der Gemeinde läuft. Das Pfarramtliche macht man fast nebenbei«, sagt der Pastor. Zwar habe die Synode empfohlen, dass Pastoren sich mehr mit ihrer Kernkompetenz beschäftigen. Doch, so Brings, dazu gäbe es zu viele Aufgaben nebenher. Dennoch ist er zuversichtlich, dass bis zum Sommer ein Nachfolger für Rottschäfer gefunden wird.

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