Briefmarkengilde lockt viele Interessierte ins Rabeneck-Haus Begeisterung steckt an

Hiddenhausen (WB). Der achte Wittekind-Tauschtag im Rabeneck-Haus stand im Zeichen eines bedeutenden Eisenbahnjubiläums. Zu bestaunen gab es außerdem die erfolgreichen Ausstellungen der Herforder Sammler.

Von Sophie Hoffmeier
Lina Röcker (10) darf zusammen mit Kerstin Wirsching-Mohnke an der kleinen Poststation eine der Karten mit einem Sonderstempel versehen.
Lina Röcker (10) darf zusammen mit Kerstin Wirsching-Mohnke an der kleinen Poststation eine der Karten mit einem Sonderstempel versehen. Foto: Sophie Hoffmeier

Die Briefmarkengilde Wittekind Herford freute sich über den großen Zuspruch ihrer Veranstaltung. »Die Teilnahme heute übertrifft wohl alles«, sagte Wolfgang Sander, Leiter der Jungen Briefmarkenfreunde, mit Blick auf den gefühlten Saal und den regen Austausch an den Tischen.

Das Team »Erlebnis: Briefmarken« der Post war vor Ort, um Sammler mit einem individuellen Sonderstempel zu versorgen. Dieser zeigt ein Eisenbahn-Motiv mit historischem Hintergrund. Genau vor 50 Jahren wurde die Eisenbahnstrecke Hamm-Minden elektrifiziert.

Sie verbindet Herford mit dem Ruhrgebiet, Hannover, sowie Berlin und nimmt damit eine wichtige Bedeutung ein – und das nicht nur für die Hansestadt: Die Strecke ist bis heute die längste viergleisige in Deutschland. Der Stempel bildet die Eröffnungsfahrt mit der E-Lok 112 498-1 ab. Passend dazu gab es die entsprechende Sonderpostkarte.

Fortbewegungsmittel standen auch bei einigen der preisgekrönten Ausstellungssammlungen im Vordergrund. Das Team »Wittekind Herford« hat über drei Jahre an den deutschen Teammeisterschaften teilgenommen. Bundesweit belegte es den dritten Platz.

Die höchste Punktzahl des Teams erhielt Bernd Junkewitz mit seiner Ausstellung »Luftpost über dem Atlantik«. Um seine Ausstellung zu vervollständigen, hat der Sammler mit Luftpostlisten und Fahrplänen gearbeitet. Gerade die Komplexität dieses Themas habe den Reiz ausgemacht. »Von Europa nach Mittelamerika gab es bis 1945 keine direkte Flugverbindung. So ergaben sich eine Vielzahl von Streckenlängen«, berichtete er. Kleine Karten zeigen, welchen Weg die Briefe genommen haben.

Besonders stolz ist der Verein über den Umstand, dass sich für den neuen Wettbewerb, der gerade erst gestartet ist, wieder ein Team von fünf Personen gefunden hat. »Damit ist unser Verein deutschlandweit der Einzige. Selbst der Verein in Berlin hat nicht noch ein Team zusammenbekommen«, erzählte Sander: »Anscheinend konnten wir mit unserer Begeisterung anstecken.«

Die Anfänge der Sammlungen vom neuen Team »Herford Stamp Hunters« waren ebenfalls ausgestellt. In der ersten Runde des Wettbewerbs schafften sie es bereits auf den zweiten Platz. Mit Stefanie Moritz ist dieses Mal auch eine Frau dabei. Sie hat sich auf Hexen spezialisiert.

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