Nach 25 Jahren ist Schluss – letzter Auftritt am 7. April in Hiddenhausen Trio Infernale gibt Abschiedskonzert

Hiddenhausen (WB). Ein Vierteljahrhundert Musik, Klamauk und Party geht zu Ende. Die drei Vollblutmusiker Jens Kosmiky, Jens-Henning Gläsker und Sebastian Dold machen seit nunmehr 25 Jahren gemeinsam Musik. »Die einen nennen es Silberhochzeit, die anderen Lebenslänglich«, scherzen die Mitglieder des Trio Infernale ob der langen gemeinsamen Karriere. Um diese gemeinsame Zeit gebührend zu feiern, planen sie eine große, fröhliche Party am 7. April im Haus des Bürgers in Hiddenhausen, die gleichzeitig aber auch ihr letzter Auftritt als Trio sein wird.

Als Trio Infernale werden die drei Freunde Jens-Henning Gläsker, Jens Kosmiky und Sebastian Dold (von links) nicht mehr auftreten. Das letzte Konzert findet in Hiddenhausen statt.
Als Trio Infernale werden die drei Freunde Jens-Henning Gläsker, Jens Kosmiky und Sebastian Dold (von links) nicht mehr auftreten. Das letzte Konzert findet in Hiddenhausen statt.

Zu Schulzeiten am Widukind-Gymnasium Enger kreuzten sich die Wege der drei Entertainer erstmals bei »RockSplit« – seither gab es immer irgendeine Band oder Gruppierung, in der sie gemeinsam Musik machten. Den längsten und erfolgreichsten Zeitraum nimmt dabei das Trio Infernale ein. Anfangs als »Kneipenmusik« nach einer Probe im kultigen Irrlicht am Hücker Moor mehr zufällig gestartet, wuchs die Formation zu einem echten Partyact, der fortan auch auf großen Bühnen und vor vielen Besuchern begeistern konnte. »Das machen wir so jetzt auch schon seit gut 20 Jahren«, sinniert Gläsker.

Schöne Momente an außergewöhnlichen Orten

Viele schöne Erinnerungen seien vor, während und nach Ihren Auftritten entstanden, viele interessante Menschen habe man getroffen, viele außergewöhnliche Orte kennengelernt. Allerdings gab es auch durchaus immer mal Momente, an denen es nicht so schön war: »Das Umziehen auf den Herrentoiletten wird mir am wenigsten fehlen«, ist sich Kosmiky sicher. Und Dold ergänzt: »Auf das Auf- und Abbauen und die Schlepperei der Instrumente hätte ich auch gern verzichten können.« Dazu kommen die Zeiten: »Früher waren wir jünger, da machte es uns nichts aus, von 18 bis 3 Uhr morgens Musik zu machen, danach bei Wind und Wetter die Klamotten ins Auto zu tragen und dann nach Hause zu fahren. Jetzt, wo wir alle über 40 sind, müssen wir uns diesen Stress nicht mehr unbedingt machen. Außerdem hat jeder von uns Frau, Kinder und einen Beruf, und dafür sollte man ja auch noch genügend Zeit haben.«

Keinen Gag zu oft bringen

Aber wieso direkt aufhören? Würde nicht vielleicht eine Pause vom Trio auch reichen? »Es gibt nur noch wenige Stücke, die wir uns im Laufe der Jahre noch nicht zu eigen gemacht haben«, erklären die Musiker einhellig zu Jahresbeginn in einer urigen Kneipe sitzend, und auch, wenn immer mal neue Songs dazukämen, der Grundstock des Repertoires besteht aus den goldenen Klassikern – und die habe man nun durch. »Außerdem wollen wir keinen Gag zu oft bringen« oder an Qualität und Spielfreude verlieren. Die drei weit über OWL hinaus bekannten und aktiven Musiker verstehen sich nach all den Jahren noch immer prächtig und werden einzeln und gemeinsam auch in Zukunft noch Musik machen – allerdings nicht mehr als Trio Infernale.

Der Vorverkauf für das Abschiedskonzert (unterstützt durch die Volksbank Bad Oeynhausen- Herford) startet am 1. März online bei Eventim.de und in der Mühlen-Apotheke in Enger. Die Karten kosten 10 Euro pro Stück (plus Gebühren).

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