Erster Männerfrühstückskreis: Lippinghauser Gruppe wird 25 Jahre alt Was Frauen können, können sie auch

Hiddenhausen (WB). »Die Frauen treffen sich regelmäßig zum Frühstückskreis. Warum eigentlich nicht auch die Männer?«, dachte sich Diakon Friedrich-Wilhelm Brühöfener vor 25 Jahren. Er fand sechs Gründungsmitglieder – und so war der Lippinghauser Männerfrühstückskreis geboren.

Von Ruth Matthes
Der Männerfrühstückskreis Lippinghausen ist 25 Jahre alt. Die Mitglieder blicken zurück auf viele Aktionen und stellen das Programm für 2018 vor.
Der Männerfrühstückskreis Lippinghausen ist 25 Jahre alt. Die Mitglieder blicken zurück auf viele Aktionen und stellen das Programm für 2018 vor. Foto: Ruth Matthes

»Wir waren die ersten in der Großgemeinde, die einen solchen Kreis anboten«, erinnert sich Mitbegründer Willi Stratmann. Das Pilotprojekt etablierte sich und machte in den anderen evangelischen Gemeinden Schule. Im Februar feiert der Lippinghauser Kreis sein erstes Vierteljahrhundert. »Wir ersten sechs stammten aus verschiedenen Gemeindegruppen wie dem Posaunenchor oder dem CVJM«, erzählt der 84-Jährige. Die Gruppe sei relativ schnell auf 20 bis 25 Mitglieder angewachsen. »Zunächst haben wir uns nur getroffen und gemeinsam gefrühstückt. Mit der Zeit kamen dann Referate und Ausflüge hinzu.«

Friedrich-Wilhelm Brühöfener war erster Leiter

Friedrich-Wilhelm Brühöfener leitete den Herren-Frühstückskreis Lippinghausen bis zu seiner Pensionierung im August 2008. Im Jahr 2010 übernahm Wolfgang Rudolf diese Aufgabe, 2015 folgte Pfarrer i. R. Dieter Tiemann. Zuständig für die Beschaffung des Frühstücks ist Klaus-Werner Feld, verantwortlich für die Organisation und die Ausflüge Horst Wellensiek.

Viele der 25 bis 30 Herren, die inzwischen regelmäßig jeden dritten Donnerstag im Monat um 9.30 Uhr zu den Treffen mit Andacht, Frühstück und einem Vortrag in die umgebaute Lippinghauser Kirche kommen, sind schon zusammen zur Schule gegangen. Viele Freundschaften wurden im Laufe der Jahre geschlossen. Man kennt und man hilft sich. »Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft« sagt Stratmann, »was nicht heißt, dass neue Gesichter nicht jederzeit willkommen sind«. Regelmäßig gebe es Interessierte, die wegen der Vorträge zum Frühstück kämen. Frauen sind in der Männerrunde allerdings nur als Referentinnen gern gesehen.

Ausflüge geplant

Die Themen sind durchaus nicht nur geistlicher Natur, wie man bei der evangelischen Gemeindegruppe denken könnte. Natürlich gibt es die Andacht zu Weihnachten oder Referate über den Islam und die Notfallseelsorge, aber auch Themen wie Patientenverfügung, Verkehrsrecht oder die Kanalisierung gehören zum breiten Spektrum.

»Wir orientieren uns an den Interessen der Männer und besuchen bei unseren Ausflügen zum Beispiel technische Denkmäler oder auch Firmen und halten so Kontakt zur Arbeitswelt«, ergänzt Wellensiek. So waren die Herren, die allesamt im Rentenalter sind, erst im November zur Besichtigung bei der Müllverbrennungsanlage in Bielefeld.

Sie haben die Zuckerfabrik in Lage, das Airbuswerk in Hamburg-Finkenwerder, die Backstube von Hensel und die Meyer-Werft in Papenburg besucht. Regelmäßig feiern sie im Sommer ein Grillfest.

In welcher Form sie das 25-Jährige begehen, steht noch nicht genau fest. »Auf jeden Fall wird unser Reise-Experte Helmut Rosner am 15. Februar einen Diavortrag über das Traumziel Lago Maggiore halten«, berichtet Wellensiek.

Außerdem auf dem Plan für das erste Halbjahr: am 18. Januar ein Vortrag von Pfarrer i. R. Tiemann zu den Jahreslosungen 2018, am 15. März ein Vortrag rund um die Milch von Molkereidirektor Willi Kohrs und am 19. April ein Referat eines Feuerwehrmannes über Brandschutz. Außerdem wird Jörg Lange am 17. Mai von einer Reise »Unterwegs auf dem armen Dach der Welt« berichten. Der Mitarbeiter des Diakonischen Werkes ist in Tibet und Nepal gewandert.

Für den 21. Juni ist ein Ausflug geplant. Ob er zum Automuseum Einbeck oder zum Schiffshebewerk Henrichenburg führt, weiß Wellensiek noch nicht genau. Beides dürfte nach dem Geschmack seiner Frühstücksfreunde sein.

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