39 Kilometer unterirdische Rohre werden durchspült und auf Schäden untersucht Roboter inspiziert Schweichelns Kanäle

Hiddenhausen (WB). Ein kleiner Kamera-Roboter saust in diesen Tagen durch das Schweichelner Kanalnetz. Er macht Bilder von den unterirdischen Rohren und prüft, ob eine Sanierung notwendig ist.

Von Christina Ueckermann
Auf Monitoren kann TV-Inspekteur Olaf Mienack genau sehen, ob die Rohre Schäden aufweisen.
Auf Monitoren kann TV-Inspekteur Olaf Mienack genau sehen, ob die Rohre Schäden aufweisen.

Alle 15 Jahre muss die Gemeinde dafür sorgen, dass die Kanäle in der Kommune gereinigt und auf Schäden kontrolliert werden. Allein in Schweicheln müssen 39 Kilometer an Misch-, Schmutz- und Regenwasserkanälen kontrolleiert werden. Hinzu kommen 16 Kilometer Anschlussleitungen und etwa 1300 Schachtbauwerke. Die Kosten dafür betragen etwa 310 000 Euro.

Zur Vorbereitung der Inspektion werden die Kanäle zunächst per Hochdruck von einem Reinigungsfahrzeug gesäubert. Anschließend setzen Rohrreinigungsmonteur Michael Horst und TV-Inspekteur Olaf Mienack den Kamera-Roboter durch die Schächte in die Kanäle.

In einem separaten Arbeitsgang werden später auch die Anschlussleitungen von den Hauptkanälen bis zu den privaten Hauskontrollschächten inspiziert. »Vom Hauptkanal wird eine Satellitenkamera in diese abzweigenden Leitungen vorgeschoben«, erklärt Olaf Mienack.

Michael Bastek bittet betroffene Anlieger um Verständnis, wenn die Fahrzeuge zwischenzeitlich Straßen versperren. »An einigen Stellen ist das unvermeidbar – auch, dass die Mitarbeiter der Inspektionsfirma Privatgrundstücke betreten, auf denen Schächte der Kanalisation liegen«, sagt der Bauingenieur.

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