Noch kann Hiddenhausen den Ansturm bewältigen Zahl der Flüchtlinge fast verdoppelt

Hiddenhausen (WB). Immer mehr Menschen suchen in Hiddenhausen Zuflucht vor Krieg und Gewalt, Armut und Verfolgung. Und ihre Zahl steigt stetig.

Von Ruth Matthes
Die Gemeinde Hiddenhausen bringt die Flüchtlinge zunächst in einer ihrer vier Unterkünfte unter. Die größte davon ist dieses Haus in Schweicheln, das derzeit mit 32 Personen voll besetzt ist. Insgesamt verfügt die Gemeinde über 76 Plätze.
Die Gemeinde Hiddenhausen bringt die Flüchtlinge zunächst in einer ihrer vier Unterkünfte unter. Die größte davon ist dieses Haus in Schweicheln, das derzeit mit 32 Personen voll besetzt ist. Insgesamt verfügt die Gemeinde über 76 Plätze. Foto: Ruth Matthes

Wie Jörg Luttmann erklärt, der als stellvertretender Leiter des Sozialamtes für die Unterbringung der Flüchtling zuständig ist, kamen 2014 insgesamt 41 Asylbewerber nach Hiddenhausen, im Jahr davor waren es noch 24. »Seit 2010 erhöht sich die Zahl kontinuierlich«, so Luttmann. Damals kamen neun, 2011 15 und 2012 19 Personen nach Hiddenhausen.

Von 76 Plätzen für Asylbewerber sind 56 belegt

Im neuen Jahr hat die Gemeinde bereits zwei Flüchtlinge aufgenommen. Ein weiterer kommt Montag an. »Noch reichen unsere Kapazitäten aus, doch wenn die Entwicklung so weiter geht, wird es bald knapp«, urteilt Luttmann. Die Gemeinde hält vier Häuser mit insgesamt 76 Plätzen für Asylbewerber vor. 56 davon sind belegt. Die Menschen stammen aus 19 Nationen. Den größten Anteil stellen Albaner, Serben, Iraner und Syrer.

»Unsere Maxime ist es, die Flüchtlinge möglichst schnell aus den Übergangshäusern in die Gemeinde zu integrieren, indem wir für sie Wohnungen suchen«, sagt Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer. Dies dürfte jedoch in Zukunft schwieriger werden. Im Notfall müsse die Gemeinde auch an einen Hauskauf denken muss.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe des WESTFALEN-BLATTES, Lokalausgabe Herford

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