Lkw fahren über Kanten – Kreis investiert drei Millionen für Straßen Gullydeckel verursachen Lärm

Herford (WB). Wenn ein 30 Tonner über den Gully fährt, dann macht das ordentlich Radau. Denn viele Kanaldeckel auf den Straßen im Kreis Herford liegen entweder zu hoch oder zu niedrig auf der Fahrbahn.

Von Bärbel Hillebrenner
Viele Gullydeckel liegen nicht gerade auf den Fahrbahnen, bilden Kanten. Fährt ein Lkw darüber, macht das ordentlich Lärm.
Viele Gullydeckel liegen nicht gerade auf den Fahrbahnen, bilden Kanten. Fährt ein Lkw darüber, macht das ordentlich Lärm. Foto: dpa

Michael Büker von den Grünen wies während der Sitzung des Kreis-Bauausschusses darauf hin, dass an vielen Stellen auf den Kreisstraßen die Gullydeckel nicht in einer Ebene mit dem Asphalt eingesetzt worden sind. »Das scheppert wie verrückt, wenn da ein Lkw drüberfährt. Viele Anwohner haben sich schon beschwert.«

Stadtwerke betreuen die Kanäle

Das konnte die Kreisverwaltung zwar bestätigen, doch hätte man keinen großen Einfluss auf diesen Zustand. »Für die Kanäle sind die kommunalen Stadtwerke zuständig. Wir geben die Hinweise auf scharfe Kanten an den Kanalöffnungen weiter, aber häufig passiert nichts«, sagte Bernd Flagmeier von der Straßenverwaltung des Kreises. Die Deckel auszutauschen oder einzuebnen, würde hohe Kosten verursachen. »Auf der Senderstraße zum Beispiel sind die Deckel fast alle kaputt. Sie zu erneuern, würde mehr als 20.000 Euro kosten«, berichtete Andreas Kleineberg vom Kreis. Bei Sanierungsarbeiten würde der Bauhof mittlerweile die Schächte selbst anfüllen.

Grundlage ist der Masterplan

Das könnte der Kreis auch bei den bevorstehenden Fahrbahnsanierungen machen. Denn für fast drei Millionen Euro stehen vier Teilabschnitte im Plan: an der von-Bodelschwingh-Straße und Dünner Straße in Bünde und Kirchlengern (850.000 Euro), an der Bruchmühlener Straße in Rödinghausen (840.000 Euro), an der Werfer Straße in Bünde (650.000 Euro) sowie ein neuer Rad- und Gehweg an der Solterbergstraße in Vlotho-Exter (350.000 Euro). Das Sanierungs- und Bauprogramm wird jedes Jahr ermittelt auf Grundlage des Masterplans für die Kreisstraßen.

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