Bei »Jugend forscht« und »Schüler experimentieren« in Herford präsentieren 124 Teilnehmer ihre Projekte Modelleisenbahnen und Gebisse

Herford (WB). Als eine Arbeit auf Bachelorniveau lobte die Jury die Modelleisenbahn-Steuerung von Felix Haschke. Er gehörte zu den Teilnehmern, die sich am Samstag beim Regionalwettbewerb von »Jugend forscht/Schüler experimentieren« in Herford einen der begehrten ersten Plätze sichern konnten.

Von Sophie Hoffmeier
Felix Haschke hat eine Kontrollsteuerung für seine Modelleisenbahn entwickelt und damit die Jury überzeugt.
Felix Haschke hat eine Kontrollsteuerung für seine Modelleisenbahn entwickelt und damit die Jury überzeugt. Foto: Sophie Hoffmeier

Jedem, der an der Station von Felix Haschke vorbeiging, wurde sofort klar, dass es sich um einen komplizierten Versuchsaufbau handelt. Seine Arbeit besteht aus zahlreichen Modulen, Kabeln und Schaltern, die von einem hohen technischen Verständnis zeugen. Der 15-Jährige hat eine TEK-Control-Steuerung gebaut, mit der er zuhause verschiedene Effekte seiner Modelleisenbahnstrecke bedient. Bisher kann er 265 Outputs parallel steuern. Der Gesamtschüler aus Borgholzhausen erhielt den 1. Preis im Gebiet Technik.

124 Kinder- und Jugendliche traten in 62 Teams beim Regionalwettbewerb an. »Was alle Nachwuchsforscher heute eint, ist ihre Neugier und ihre Fantasie«, betonte Rainer Menze von der Bezirksregierung Detmold. Landeswettbewerbsleiter Dr. Carsten Penz hob die Beharrlichkeit und den Erfindungsreichtum der Teilnehmer hervor.

Praxis- und problemorientiert ist der »EasyRubber« von Christian Thormaehlen und Julien Seck aus Lemgo . Hierbei handelt es sich um eine Einsetzhilfe für Zahnarztgummis, die von der Jury mit dem 1. Platz im Fachbereich Arbeitswelt ausgezeichnet wurde. Umfangreiche Kenntnisse der neuronalen Netzwerke bewies das Team des Steinhagener Gymnasiums. Es hat ein Computerprogramm entwickelt, das sich mit nicht effizient lösbaren Problemen am Beispiel des Brettspiels Dame auseinandersetzt.

In den Geo- und Raumwissenschaften konnten André Menoza Arning, Jonas Patzer und Mika Fynn Uthmann vom Kreisgymnasium in Halle überzeugen. Sie testeten die Feinstaub-Belastung an der A33. Als visionäre Zukunftsvision, die schon weit fortgeschritten ist, schätzte die Jury die schwebenden Töpfe vom Team der Bünder Imperial-Werke ein. Hierfür gab es einen 1. Platz im Bereich Technik.

Die Teilnehmer im Alter von bis zu 14 Jahren traten bei »Schüler experimentieren« an. Hier hatte unter anderem das Team »Hector« vom Widukind-Gymnasium in Enger im Fachbereich Mathe und Informatik die Nase vorn. Sie untersuchten Rechenwege, um auf die Zahl 100 zu kommen. Janny Ernst ist eine der wenigen Realschüler, die an dem Wettbewerb teilnahmen.

Die elfjährige Bielefelderin entwickelte einen »Monsterschleim«, der als Knieschoner beim Inlineskaten fungiert und erhielt dafür den 1. Platz des Fachbereichs Arbeitswelt.

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