WESTFALEN-BLATT fragt seine Leser – Stadt startet Abstimmung Wie soll der neue Platz heißen?

Herford (WB). Wie soll der Platz am Altstadt-Centrum heißen? Leserbriefen und Beiträgen im Internet ist zu entnehmen, dass diese Frage viele Herforder beschäftigt. Daher richtet sich das WESTFALEN-BLATT an seine Leser. Und die Stadt Herford startet eine Online-Abstimmung.

Von Hartmut Horstmann
Viele Namen sind möglich – ob der auf Facebook humorvoll ins Spiel gebrachte Name Polsterplatz eine Chance hat, ist unwahrscheinlich. Wegen des großen öffentlichen Interesses startet auch die Stadt Herford eine Online-Befragung. Und das HERFORDER KREISBLATT befragt seine Leser.
Viele Namen sind möglich – ob der auf Facebook humorvoll ins Spiel gebrachte Name Polsterplatz eine Chance hat, ist unwahrscheinlich. Wegen des großen öffentlichen Interesses startet auch die Stadt Herford eine Online-Befragung. Und das HERFORDER KREISBLATT befragt seine Leser. Foto: Jan Gruhn/Montage Kathrin Fischer

Wie in der vergangenen Woche berichtet, hat die Verwaltung den Namen Klosterplatz vorgeschlagen. Er erinnert an das ehemalige Augustinerkloster, das sich an der Stelle einst befand.

Die Kritiker des Klosterplatz-Vorschlags nehmen diesen historischen Bezug auf, monieren allerdings, dass der Name zu allgemein sei. So schlagen CDU-Ratsherr Andreas Gorsler und Stadtführer Mathias Polster die Bezeichnung Augustinerplatz vor. Einer der Gründe: In Herford habe es verschiedene Kloster gegeben, argumentieren sie. Augustinerplatz sei genauer. Einen gewichtigen Mitstreiter finden die beiden in Hans Günther Scheffer (Liste 2014). Der Ratspolitiker: »Ich votiere für Augustinerplatz.«

Scheffer kritisiert Verwaltung

Dabei kritisiert Scheffer auch das Vorgehen der Verwaltung, die von sich aus einen Namen festgesetzt hatte. Scheffer plädiert für einen kleinen Namensvorschlagswettbewerb und meint: »Eine Bürgerbeteiligung fördert das wichtige Wir-Gefühl.«

Ihr Meinung ist gefragt

Das WESTFALEN-BLATT fragt: Wie soll der neue Platz am Altstadt-Centrum heißen? Und: Sind Sie dafür, dass die Verwaltung die Bürger auch bei weiteren Platz- und Straßenbenennungen mitentscheiden lassen soll? Schriftliche Einsendungen an die Adresse: Brüderstraße 30, 32052 Herford. Oder per Mail an: herford@westfalen-blatt.de

Hier schwenkt die Verwaltung jetzt um und beteiligt ihrerseits die Bürgerschaft. Begründet wird die ab heute mögliche Online-Abstimmung auf der städtischen Homepage mit dem großen öffentlichen Interesse an der Namensfindung. Zur Auswahl stehen die Bezeichnungen Klosterplatz, Augustinerplatz oder Augustinerklosterplatz.

Hier haben Herforder bis Sonntag 25. Februar, die Gelegenheit, für einen der drei Namen abzustimmen. Anfang kommender Woche wird die Umfrage ausgewertet. Der Name mit den meisten Stimmen gewinnt.

Mit dem Themenkomplex beschäftigen sich auch zwei andere Internet-Abstimmungen. Auf der Facebook-Seite »Herford verbindet« wurde nach einem möglichen Namen gefragt. Eine große Mehrheit (156 Stimmen) votierte für Augustinerplatz, auf dem zweiten Rang landet Hanseplatz (31 Stimmen). Es folgen Augustinerklosterplatz (18) und Klosterplatz (7). Er hoffe, dass »Herford verbindet« dazu beitragen konnte, die Verwaltung zum Umdenken anzuregen, schreibt Carsten Hähnel – womit er offenbar Erfolg hatte.

Andere Vorschläge

In eine andere Richtung geht die von Mathias Polster initiierte Abstimmung auf seiner Seite »Stadtführer Herford«. Sie stellt die Frage nach dem grundsätzlichen Vorgehen. Nach dem derzeitigen Stand hat der Rat die Verwaltung vor Jahren befugt, von sich aus Namen zu verteilen. Polster fragt: »Ist es besser, die Bürger bei der Entscheidung künftig einzubeziehen?« Die Umfrage ist noch nicht abgeschlossen – aber knapp 90 Prozent sind zurzeit für eine Bürgerbeteiligung.

Unabhängig davon äußern sich die User auch in den Kommentaren auf der Stadtführer-Seite. Neben den gängigen Vorschlägen Kloster- und Augustinerplatz fallen auch Bezeichnungen wie »Am Alten Kaufhof« oder Friedrichs-platz. Sogar »Polsterplatz« findet sich auf der Seite, auf der Humor manchmal groß geschrieben wird. Der Stadtführer antwortet: »Wenn da genug Polsterstühle stehen, warum nicht?«

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