Neue Marta-Ausstellung beschäftigt sich mit dem Origami-Prinzip Auf der Suche nach Stabilität

Herford (WB). Als Papierkünstler, der sein Ausgangsmaterial ins Dreidimensionale formt und faltet, ist der Herforder Jürgen Heckmanns bekannt. Da liegt es nahe, dass der 78-Jährige auch an der nächsten großen Marta-Ausstellung beteiligt ist. Schließlich geht es in ihr laut Titel um den »Ausbruch aus der Fläche – Das Origami-Prinzip in der Kunst«. Eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Freitag um 19.30 Uhr. 26 Künstler wirken mit.

Von Hartmut Horstmann
Ute Willaert und Gerd Kruse mit der Arbeit des Herforder Künstlers Jürgen Heckmanns: Am Freitag wird der »Ausbruch aus der Fläche« im Marta eröffnet.
Ute Willaert und Gerd Kruse mit der Arbeit des Herforder Künstlers Jürgen Heckmanns: Am Freitag wird der »Ausbruch aus der Fläche« im Marta eröffnet. Foto: Hartmut Horstmann

Technik des Faltens

Wer am Montagmorgen durch das Marta geht, bemerkt eine für den Zeitpunkt des Ausstellungsaufbaus ungewöhnliche Ruhe. Kein Hämmern, kein Gabelstapler-Geräusch, stattdessen liegt der Assistent eines Künstlers auf einer Plane – möglicherweise um die Stabilität der Arbeit zu prüfen. Denn die Stabilität spiele beim Origami eine wichtige Rolle, erläutert die Marta-Kuratorin Ann Kristin Kreisel. Es handle sich um eine alte Technik des Faltens, um aus einem leichten Material eine stabile Oberfläche zu schaffen.

Filigranes hat Bestand

Mit dem hier thematisierten Ausbruch aus der Fläche beschäftigt sich der Herforder Jürgen Heckmanns bereits seit Jahrzehnten. Eine besondere Filigranität, die Bestand hat und eben nicht zum Zusammenbruch führt, prägt seine Arbeiten. Derzeit hängt sein Ausstellungsbeitrag im Marta an einem Balken – bis zur Eröffnung am Freitag bleibt Zeit, die Skulptur an der vorgesehenen Stelle zu postieren.

Ausrangierte Flugzeugteile

Wie breit das Thema gefasst wird, zeigen Arbeiten von Michail Pirgelis, der ausrangierte Flugzeugteile benutzt. Doch auch hier sei das Material vergleichsweise leicht und auch hier stelle sich die Frage, wie sich daraus Stabilität erzeugen lasse, erläutert Kreisel. Auch in Wissenschaft und Technik spiele das Origami-Prinzip eine wichtige Rolle.

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