Bergertor: Wassersportler reagieren auf BUND-Argumente Kanu-Klub setzt sich zur Wehr

Herford (WB/jmg). Nachdem die Naturschützer von BUND in einer mehrseitigen Stellungnahme für die Absenkung des Wehres am Bergertor plädiert haben, bläst der Herforder Kanu-Klub (HKK) jetzt zum Gegenangriff.

Der Streit ums Bergertor-Wehr brodelt weiter: Jetzt wehren sich die Kanusportler gegen die Vorwürfe des BUND.
Der Streit ums Bergertor-Wehr brodelt weiter: Jetzt wehren sich die Kanusportler gegen die Vorwürfe des BUND. Foto: Jan Gruhn

In einem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt, beziehen die Wassersportler detailliert Position. Der BUND hatte den Kanuten unter anderem Egoismus vorgeworfen. Dazu schreibt der HKK: »Von Eigennutz kann nicht die Rede sein.« Es ginge vielmehr darum, eine für viele Herforder »sinnlose ›Naturschutzmaßnahme‹« zu verhindern, heißt es.

»Was ist das denn bitte für ein Argument?«

Durch eine Absenkung um 50 Zentimeter werde die Ökologie des Gewässers nicht verbessert. Zudem sei die potenzielle Erhöhung der Fließgeschwindigkeit nur minimal. Zum Vorschlag, der HKK könnte auf die Weser umziehen – Skisportler könnten schließlich ihren Sport auch nicht in der Stadt ausüben – heißt es: »Was ist das denn bitte für ein Argument?« Die nächstgelegene Möglichkeit dafür gebe es in Minden, schreibt der HKK. Das sei nicht mit hohen Fahrtkosten verbunden, sondern auch wenig ökologisch.

Über das für den BUND nicht erkennbare Risiko der Gebäudeschäden durch Absenkung schreiben die Kanuten: Das letzte hydrologische Gutachten, das zur Absenkung der Aa oberhalb des Radewiger Wehrs erstellt worden sei, »war falsch«. Niemand könne zu 100 Prozent ausschließen, dass es »nicht doch zu Gebäudeschäden kommt«.

»Flusssperrungen und Befahrungsverbote nichts Neues«

»Oder möchte man uns Paddler vielleicht gerne ganz aus Herford vertreiben?«, fragt der HKK. »Flusssperrungen und Befahrungsverbote für den Kanusport sind ja für uns nichts Neues.« Das ganze Positionspapier soll laut Vorstand bald auf der Internetseite des Vereins einsehbar sein.

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