Verwaltung und Einrichtungskette suchen nach Lösung Bezirksregierung bremstMöbelmarkt-Pläne aus

Herford (WB). Seit fast fünf Jahren steht der Praktiker-Baumarkt an der Goebenstraße leer. Die Stadtverwaltung begrüßte im vergangenen Jahr deshalb Pläne der österreichischen Einrichtungskette XXXLutz, dort einen Möbelmarkt zu errichten. Doch ein Schreiben der Bezirksregierung Detmold könnte das Vorhaben kippen.

Von Ralf Meistes
Seit fast fünf Jahren steht der ehemalige Praktiker-Baumarkt an der Goebenstraße bereits leer.
Seit fast fünf Jahren steht der ehemalige Praktiker-Baumarkt an der Goebenstraße bereits leer. Foto: Moritz Winde

Es geht um die Frage, darf anstelle eines Baumarktes ein Möbelfachmarkt in das Gebäude an der Goebenstraße einziehen und dabei noch die Verkaufsfläche vergrößern? Die Bezirksregierung sagt, ohne eine Änderung im Landesentwicklungsplan ist das nicht möglich.

Verfahren würde bis zu zwei Jahre dauern

»Ein solches Verfahren würde allerdings ein bis zwei Jahre dauern und so lange will der Investor nicht warten. Also wird in Gesprächen nach anderen Lösungen gesucht«, erklärt auf Anfrage Beigeordneter Dr. Peter Böhm.

Verwaltung befürwortet Projekt

Eine Möglichkeit wäre, dass der österreichische Investor auf die geplante Vergrößerung der Verkaufsfläche verzichtet. Ob damit das Vorhaben genehmigt wird, ohne den Landesentwicklungsplan zu ändern, müssen Juristen entscheiden. »Wir sind in engem Austausch mit dem Investor. Schließlich sind wir als Stadt daran interessiert, dass an einer so markanten Stelle in der Stadt ein Leerstand verschwindet«, betont Dr. Böhm.

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses der Stadt Herford hatten im September 2017 dem Vorentwurf eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes einstimmig zugestimmt. Die Verkaufsfläche sollte demnach auf dem ehemaligen Praktiker-Gelände von derzeit 6800 auf 8000 Quadratmeter vergrößert werden.

Auf Vergrößerung verzichten

Auf zehn Prozent der Fläche, als 800 Quadratmetern, dürfte dann auch zentrenrelevante Ware angeboten werden. Es könnte sein, dass der Investor nach dem Schreiben aus Detmold nun auf eine vergrößerte Verkaufsfläche verzichtet.

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