Prozess um versuchte Vergewaltigung vertagt – Familienvater (32) angeklagt Schülerin mit Messer bedroht

Herford (WB). Ein dreifacher Familienvater aus Löhne muss sich seit Freitag vor dem Herforder Amtsgericht wegen versuchter Vergewaltigung einer Schülerin verantworten. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Von Moritz Winde
Der Prozess vor dem Amtsgericht Herford wurde vertagt.
Der Prozess vor dem Amtsgericht Herford wurde vertagt. Foto: Moritz Winde

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft wiegen schwer: Der 32-Jährige soll am 21. Mai 2017 versucht haben, eine 16-Jährige in einer Unterführung zwischen der Bertolt-Brecht-Gesamtschule und dem städtischen Gymnasium Löhne zu überfallen und an ihr sexuelle Handlungen vorzunehmen.

Opfer wehrt sich vehement mit Tritten

Er soll dem Mädchen zunächst das Handy aus der Hand geschlagen und sie anschließend am Boden liegend gewürgt haben. Dabei soll der 32-Jährige seinem Opfer ein Messer mit einer zehn Zentimeter langen Klinge an Bauch und Hals gehalten haben. »Nur weil sich die Schülerin mit Tritten vehement wehrte, ließ der Angeklagte nach kurzer Zeit von ihr ab«, sagte die Staatsanwältin.

Der Mann bestritt zur Tatzeit – der Vorfall ereignete sich gegen 13.30 Uhr – in Löhne gewesen zu sein. Stattdessen sagte er aus, er sei mit seinem Mitbewohner in einem Wettbüro in Bad Oeynhausen gewesen.

Sein Verteidiger stellte den Antrag, den Mitbewohner als Zeugen zu hören. Das Gericht stimmte zu, allerdings stellte die Vorsitzende Alea Blöbaum die Frage: »Weshalb haben Sie diesen Zeugen nicht eher benannt?« Der Prozess wurde vertagt.

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